Deutsche Tageszeitung - Lebenslange Haft für Mord in Obdachlosenunterkunft in Baden-Württemberg

Lebenslange Haft für Mord in Obdachlosenunterkunft in Baden-Württemberg


Lebenslange Haft für Mord in Obdachlosenunterkunft in Baden-Württemberg

Das Landgericht Ulm hat einen 24-Jährigen wegen Mordes in einer Obdachlosenunterkunft zu lebenslanger Haft verurteilt. Dies teilte eine Gerichtssprecherin am Dienstagabend mit. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass sich der Mann am 1. September in der Unterkunft in Göppingen gewaltsam Zutritt zu einem Zimmer verschaffte und das Opfer überraschte.

Textgröße ändern:

Er stach mehrmals auf die arg- und wehrlose Frau ein. Die 57-Jährige erlag ihren Verletzungen noch vor Ort. Wenige Tage nach der Tat wurde der 24-Jährige festgenommen. Ein Gutachten sah keine eingeschränkte oder aufgehobene Schuldfähigkeit bei dem Mann. Das Motiv für die Tat blieb unklar. Der 24-Jährige selbst lebte nicht in der Unterkunft.

Mit dem Urteil entsprach das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte einen Freispruch gefordert.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Nach tödlichem Angriff auf Soldaten: Netanjahu droht Großoffensive im Westjordanland an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach dem Tod von zwei Soldaten bei einem Angriff bewaffneter Palästinenser im besetzten Westjordanland eine großangelegte Militäroffensive angekündigt. Vier Tage vor der Parlamentswahl in Israel ordnete Netanjahu am Freitag eine "vollständige Abriegelung" des Palästinensergebiets an. Er stellte zudem eine Militäroffensive in Aussicht, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Medienbericht: Weitere Anklage im Fall Wirecard

Im Wirecard-Skandal hat die Staatsanwaltschaft München I einem Medienbericht zufolge eine weitere Anklage erhoben. Wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Freitag berichtete, handelt es sich dabei um eine frühere Mitarbeiterin, die von Dezember 2019 bis zur Wirecard-Insolvenz im Juni 2020 im Zuständigkeitsbereich von Vorstand Jan Marsalek arbeitete. Zuvor war sie demnach in der Konzernbuchhaltung beschäftigt.

Viele Opfer nach Einsturz von mehrstöckigem Gebäude in Nairobi befürchtet

Nach dem Einsturz eines im Bau befindlichen mehrstöckigen Gebäudes in Kenias Hauptstadt Nairobi werden mehrere Todesopfer befürchtet. Das Unglück habe sich am Freitag in dem Stadtteil Eastleigh ereignet, teilte das Rote Kreuz im Onlinedienst X mit. Örtliche Medien berichteten von möglichen Opfern unter den Trümmern. Auf Bildern vom Unglücksort war eine große Menschenmenge zu sehen. Örtlichen Medien zufolge kam es nach dem Einsturz zu Plünderungen.

Anklage in Rheinland-Pfalz: Bürgermeister soll Beamtem keine Aufgaben gegeben haben

Weil er einem Beamten über Jahre hinweg trotz voller Bezüge keine Arbeitsaufträge gegeben haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Koblenz Anklage gegen einen ehemaligen Verbandsbürgermeister aus Rheinland-Pfalz erhoben. Ihm wird Untreue im besonders schweren Fall vorgeworfen, wie die Behörde am Freitag mitteilte. In dem Zusammenhang erhob sie eine weitere Anklage gegen einen zwischenzeitlich suspendierten leitenden Beamten der Verbandsgemeinde wegen Untreue.

Textgröße ändern: