Deutsche Tageszeitung - Polizei holt drei vernachläsigte Kinder aus Wohnung im hessischen Bad Homburg

Polizei holt drei vernachläsigte Kinder aus Wohnung im hessischen Bad Homburg


Polizei holt drei vernachläsigte Kinder aus Wohnung im hessischen Bad Homburg
Polizei holt drei vernachläsigte Kinder aus Wohnung im hessischen Bad Homburg / Foto: © AFP/Archiv

Im hessischen Bad Homburg hat die Polizei drei vernachlässigte Kinder aus einer Wohnung befreit. Die Beamten hatten am Dienstag durch Zufall wegen einer Verkehrskontrolle in der Straße gehalten, wo die Kinder wohnten, wie die Polizei am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte.

Textgröße ändern:

Der Besatzung eines Streifenwagens war ein offensichtlich stark alkoholisierter Mann in einem Auto aufgefallen. Da der 44-jährige Ukrainer kein Deutsch sprach, wurde seine 42-jährige Cousine als Dolmetscherin hinzugezogen. Allerdings stand auch sie laut Polizei "offenbar unter dem Einfluss berauschender Mittel" und griff die Beamten mit Tritten und Schlägen an.

Während Verstärkung eintraf, versuchte der 44-Jährige, sein Fahrzeug zu starten, um zu fliehen. Unter heftigem Widerstand wurde er festgenommen, wobei die Beamten nach eigenen Angaben einen sogenannten Taser einsetzten. Nach einer ambulanten Behandlung im Rettungswagen wurde der Mann ebenso wie seine Cousine zur Polizeidienststelle gebracht, wo sie eine Nacht verbringen sollten.

Während des Einsatzes bemerkten die Beamten, dass ein Kind am Fenster einer Wohnung im dritten Stockwerk lautstark nach seiner Mutter rief. Bei der Überprüfung der Wohnung trafen die Polizisten die drei minderjährigen Kinder der 42-jährigen Cousine an, die sich offensichtlich dehydriert und in einem vernachlässigten Zustand allein in der Wohnung befanden. Die Kinder wurden in eine Kinderklinik gebracht und dort in die Obhut des Jugendamtes übergeben.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Bilder von Kindesmissbrauch: Meghan "zutiefst verstört" über Vorwürfe gegen ihren Vater

Meghan Markle, Ehefrau des britischen Prinzen Harry, hat sich erschüttert über Kinderpornografie-Vorwürfe gegen ihren Vater geäußert und zugleich eingeräumt, dass sie seit Jahren von dem Verdacht weiß. In einer am Freitag veröffentlichten Erklärung äußerte sich die 45-jährige frühere US-Schauspielerin "zutiefst verstört" über die Vorwürfe, die britische Medien zuvor öffentlich gemacht hatten. Nachdem sie 2018 von derartigen Anschuldigungen erfahren habe, habe sie einen Kontakt zwischen ihren Kindern und ihrem Vater verhindert.

Nach Suizid von Jugendlicher in USA: Mutmaßlicher Onlinesadist in Hamburg gefasst

Nach dem Suizid einer 14-Jährigen in den USA haben Ermittler in Hamburg einen mutmaßlichen jugendlichen Onlinesadisten festgenommen. Dem 18-Jährigen werde Mord und gefährliche Körperverletzung jeweils in sogenannter mittelbarer Täterschaft vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft in der Hansestadt am Freitag mit. Er wurde demnach am Donnerstag in Hamburg festgenommen und in Untersuchungshaft genommen. Auslöser der Ermittlungen waren unter anderem Hinweise der US-Bundespolizei FBI.

Mutmaßlich rechtsextreme Aktion: Reichskriegsflaggen und Banner in Dortmund

In Dortmund ermittelt der Staatsschutz wegen einer mutmaßlich von Rechtsextremisten initiierten Aktion mit Reichskriegsflaggen und einem politischen Banner in der Nähe des Hauptbahnhofs. Das an einem Parkhaus aufgehängte sieben Meter lange Transparent trug die Aufschrift "Europa brennt, verteidigt euer Erbe!", wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt am Freitag mitteilte. Es wurde zusammen mit den Flaggen am Donnerstag nach einem Hinweis von Beamten am Geländer des Parkhauses entdeckt.

Ein Toter bei Schüssen nahe Paris - Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernimmt Ermittlungen

Nach einem Schusswaffenvorfall auf offener Straße in einer Stadt bei Paris mit einem Todesopfer hat die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Sie habe ein Ermittlungsverfahren wegen "Mordes im Zusammenhang mit einer terroristischen Vereinigung" eingeleitet, teilte die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Die Tat sei zudem "aufgrund der tatsächlichen oder vermeintlichen Zugehörigkeit zu einer angeblichen Rasse, Ethnie, Nation oder bestimmten Religion begangen" worden, teilten die Staatsanwaltschaft weiter mit.

Textgröße ändern: