Deutsche Tageszeitung - Rettungssanitäterin im Einsatz in Berlin rassistisch beleidigt

Rettungssanitäterin im Einsatz in Berlin rassistisch beleidigt


Rettungssanitäterin im Einsatz in Berlin rassistisch beleidigt
Rettungssanitäterin im Einsatz in Berlin rassistisch beleidigt / Foto: © AFP/Archiv

Eine Rettungssanitäterin ist bei einem Einsatz in Berlin ausgerechnet von jener Frau rassistisch beleidigt worden, der sie helfen wollte. Die Feuerwehr war am frühen Sonntagmorgen zu einem Hotel in den Stadtteil Charlottenburg gerufen worden, wie die Polizei mitteilte. Ein Mann hatte die Einsatzkräfte demnach alarmiert, nachdem seine Freundin Alkohol getrunken und vorübergehend das Bewusstsein verloren hatte und dann gestürzt war.

Textgröße ändern:

Die 20-Jährige habe sich aber geweigert, sich durch die Sanitäterin behandeln zu lassen, und habe diese außerdem rassistisch beleidigt. Die Rettungskräfte hätten dann die Polizei alarmiert.

Eine freiwillige Alkoholkontrolle bei der 20-Jährigen habe einen Wert von 1,6 Promille ergeben. Auf staatsanwaltschaftliche Anordnung hin sei ihr auf der Wache Blut entnommen worden. Die 20-Jährige kam danach wieder auf freien Fuß. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts ermittelt wegen rassistischer Beleidigung.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Ein Toter bei Schüssen nahe Paris - Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernimmt Ermittlungen

Nach einem Schusswaffenvorfall auf offener Straße in einer Stadt bei Paris mit einem Todesopfer hat die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Sie habe ein Ermittlungsverfahren wegen "Mordes im Zusammenhang mit einer terroristischen Vereinigung" eingeleitet, teilte die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Die Tat sei zudem "aufgrund der tatsächlichen oder vermeintlichen Zugehörigkeit zu einer angeblichen Rasse, Ethnie, Nation oder bestimmten Religion begangen" worden, teilten die Staatsanwaltschaft weiter mit.

Geplanter Überfall in Bochum: Urteil gegen "Ausbrecherkönig" vor Brüsseler Gericht verschoben

Im Prozess gegen den als "Ausbrecherkönig" bekannten Kriminellen Antonio Ferrara wegen eines geplanten Raubüberfalls in Bochum ist die für Freitag geplante Urteilsverkündung kurzfristig verschoben worden. Das Brüsseler Gericht teilte ohne Angaben von Gründen mit, es werde seine Entscheidung erst am 5. November verkünden. Die Staatsanwaltschaft hat 18 Jahre Haft für Ferrara gefordert, der in Frankreich wegen mehrerer Raubüberfälle und versuchten Mordes sowie wegen zweier Gefängnisausbrüche bereits zu Gefängnisstrafen verurteilt worden war.

Nach Festnahme in Brandenburg: Mutmaßlicher Russland-Spion in Untersuchungshaft

Der am Donnerstag in Brandenburg gefasste mutmaßliche Russland-Spion sitzt nun in Untersuchungshaft. Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs habe den Haftbefehl gegen den ukrainischen Staatsangehörigen Vadym Y. in Vollzug gesetzt, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Freitag mit.

Sieben Festnahmen bei Razzia wegen gefälschter Sprachzertifikate

In einem großen Ermittlungskomplex zu gefälschten Sprachzertifikaten haben bayerische Ermittler sieben weitere Menschen festgenommen. Bei einer Razzia in über 30 Objekten in Nordrhein-Westfalen und München seien am Mittwoch sechs Haftbefehle vollstreckt worden, am Donnerstag dann ein siebter, teilten das Polizeipräsidium Unterfranken und die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg am Freitag mit. Die Ermittlungen in der Sache laufen schon länger, es gibt um die 50 Tatverdächtige.

Textgröße ändern: