Deutsche Tageszeitung - Bewährungsstrafe nach tödlichem Unfall an Bahnübergang in Schleswig-Holstein

Bewährungsstrafe nach tödlichem Unfall an Bahnübergang in Schleswig-Holstein


Bewährungsstrafe nach tödlichem Unfall an Bahnübergang in Schleswig-Holstein
Bewährungsstrafe nach tödlichem Unfall an Bahnübergang in Schleswig-Holstein / Foto: © AFP/Archiv

15 Monate nach einem tödlichen Unfall an einem Bahnübergang in Neumünster ist ein Mann, der den Übergang sichern sollte, zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht der schleswig-holsteinischen Stadt sprach ihn am Montag nach Angaben eines Sprechers der fahrlässigen Tötung schuldig. Ein Auto fuhr über den ungesicherten Übergang und wurde von einem Zug erfasst. Der Autofahrer starb.

Textgröße ändern:

Laut Anklage beschäftigte sich der 30 Jahre alte Posten vor dem Unfall im Juni 2023 mit seinem Handy. Dadurch sei er abgelenkt gewesen. Der Fahrdienstleiter habe dreimal eine Zugmeldung für eine bestimmte Uhrzeit durchgegeben. Der Angeklagte habe sich aber die falsche Uhrzeit notiert und den Bahnübergang nicht sofort gesichert.

Ende Juli hatte der Prozess gegen den Mann begonnen. Nun verhängte das Amtsgericht eine Freiheitsstrafe von anderthalb Jahren auf Bewährung. Außerdem muss der 30-Jährige 3600 Euro an die Opferhilfeorganisation Weißer Ring zahlen. Das Urteil entsprach dem Antrag der Staatsanwaltschaft, wie der Gerichtssprecher mitteilte. Die Nebenklage hatte eine Haftstrafe ohne Bewährung gefordert.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Geplanter Überfall in Bochum: Gericht verkündet Urteil gegen "Ausbrecherkönig"

In Brüssel wird am Freitag das Urteil gegen den in Frankreich als "Ausbrecherkönig" bekannten Kriminellen Antonio Ferrara erwartet (ab 09.00 Uhr). Ferrara wird in diesem Fall konkret vorgeworfen, zusammen mit mehreren Komplizen einen Raubüberfall auf ein Werttransportunternehmen in Bochum geplant zu haben. Die belgische Staatsanwaltschaft fordert 18 Jahre Haft. Der 53-Jährige ist zusammen mit neun weiteren Verdächtigen angeklagt.

Staatsmedien: Mindestens 16 Tote und 32 Verletzte bei Erdbeben in Tibet

Bei einem schweren Erdbeben in der autonomen Region Tibet in China sind nach Angaben chinesischer Staatsmedien mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des Sender CCTV vom Freitag wurden weitere 46 Menschen bei dem Beben der Stärke 7,0 verletzt, mehr als 300 Häuser stürzten ein oder wurden beschädigt. Die Nachrichtenagentur Xinhua meldete, die Rettungsarbeiten dauerten an, das Ausmaß der Schäden werde weiter ausgewertet.

Xinhua: Mindestens 16 Tote und 32 Verletzte bei Erdbeben in Tibet

Bei dem schweren Erdbeben in der autonomen Region Tibet in China sind nach jüngsten offiziellen Angaben mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag (Ortszeit) unter Berufung auf örtliche Behörden berichtete, wurden weitere 32 Menschen bei dem Beben der Stärke 7,0 verletzt, mehr als 300 Häuser stürzten ein. Die Rettungsarbeiten dauerten demnach an, das Ausmaß der Schäden werde weiter ausgewertet.

"Rückkehr zur Ruhe": Demonstrationsverbote und weitere Einschränkungen in Frankreich

Mit Demonstrationsverboten und der Einschränkung geplanter Proteste am Samstag will Frankreich Ausschreitungen wie am vergangenen Wochenende verhindern. Oberstes Ziel sei eine "Rückkehr zur Ruhe", sagte Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag. Er kündigte neue Ausgangssperren an; zudem dürften nur von Gewerkschaften organisierte Kundgebungen stattfinden, sagte er. Die Gelbwesten-Bewegung, die zu den Organisatoren der Proteste zählt, kündigte ihren Widerstand an. In Paris bleiben der Louvre und andere Museen am Samstag geschlossen.

Textgröße ändern: