Deutsche Tageszeitung - Heimlich Sexfilme in Uniform gedreht: Bewährungsstrafe für Polizisten

Heimlich Sexfilme in Uniform gedreht: Bewährungsstrafe für Polizisten


Heimlich Sexfilme in Uniform gedreht: Bewährungsstrafe für Polizisten
Heimlich Sexfilme in Uniform gedreht: Bewährungsstrafe für Polizisten / Foto: © AFP/Archiv

Das Landgericht Aurich hat einen 30 Jahre alten Polizisten nach dem Dreh heimlicher Sexfilme in Uniform sowie weiterer Taten zu einer Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Außerdem muss er 6000 Euro Geldstrafe zahlen, urteilte das niedersächsische Gericht nach Angaben einer Sprecherin am Freitag. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

Textgröße ändern:

Das Gericht war nach der Beweisaufnahme davon überzeugt, dass der Mann heimlich Videos beim einvernehmlichen Sex mit verschiedenen Frauen drehte. Dabei trug er teilweise seine Uniform. Die Taten wertete das Gericht als Verletzung des höchst persönlichen Lebensbereichs und von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen in Tateinheit mit Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes in 15 Fällen.

Außerdem sprach das Gericht den suspendierten Polizeibeamten wegen Bestechlichkeit in Tateinheit mit Verletzung des Dienstgeheimnisses schuldig, weil er gegen Geld polizeiinterne Informationen weitergegeben hatte. Schließlich sprach das Gericht ihn außerdem wegen Besitzes jugendpornografischer Inhalte sowie Besitzes und Weitergabe kinderpornografischer Inhalte schuldig.

Ein wegen Bestechung des Polizisten mitangeklagter 39 Jahre alter Mann wurde zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten sowie einer Arbeitsauflage von 300 Stunden verurteilt. Zwei weitere Mitangeklagte wurden wegen Beihilfe zu den Bestechungsdelikten zu Geldstrafen von jeweils mehreren tausend Euro verurteilt.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

Empfohlen

Ungarische Staatsanwaltschaft nimmt Ex-Zentralbankchef und Orbán-Vertrauten fest

In einem der spektakulärsten Korruptionsfälle des Landes hat die ungarische Staatsanwaltschaft den früheren Zentralbankchef György Matolcsy festnehmen lassen. Dem ehemals engen Vertrauten von Ex-Regierungschef Viktor Orban sowie weiteren Beschuldigten werde unter anderem Wirtschaftsbetrug vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Die Beschuldigten seien vernommen worden und befänden sich in Gewahrsam. Matolcsys Anwalt Pal Batki bestätigte eine Festnahme wegen Wirtschaftsbetrugs und Urkundenfälschung, machte jedoch keine weiteren Angaben.

Urteil: 17-Jähriger mit Einkommen muss zu hohen Unterhaltsvorschuss zurückzahlen

Ein junger Mann aus Thüringen muss etwa 300 Euro Unterhaltsvorschuss zurückzahlen, weil er in dem Monat bereits selbst Geld verdiente. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wies am Mittwoch seine Klage gegen die Stadt Gera ab. Der Kläger war im maßgeblichen Monat noch 17 Jahre alt. (Az. 5 C 6.25)

Frau in Baden-Württemberg in Kopf geschossen: Lebenslange Haft wegen Mordes

Weil er seine Frau mit einem Schuss in den Kopf getötet haben soll, ist ein 38-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht im baden-württembergischen Ellwangen sprach ihn am Mittwoch wegen Mordes schuldig, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

NS-Parolen in sozialen Netzwerken: Zweieinhalb Jahre Haft in Rheinland-Pfalz

Wegen der Verwendung von NS-Parolen im Zusammenhang mit israelfeindlichen Beiträgen in sozialen Medien ist ein 27-Jähriger in Rheinland-Pfalz zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht in Koblenz sprach ihn am Mittwoch unter anderem wegen Volksverhetzung in fünf Fällen und dem Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen schuldig, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte.

Textgröße ändern: