Deutsche Tageszeitung - Iran bestellt deutschen Geschäftsträger wegen Konsulatsschließungen ein

Iran bestellt deutschen Geschäftsträger wegen Konsulatsschließungen ein


Iran bestellt deutschen Geschäftsträger wegen Konsulatsschließungen ein
Iran bestellt deutschen Geschäftsträger wegen Konsulatsschließungen ein / Foto: © AFP

Nach der von der Bundesregierung angeordneten Schließung der iranischen Generalkonsulate in Deutschland hat die Regierung in Teheran den Geschäftsträger der deutschen Botschaft einbestellt. Die "irrationale Entscheidung" der Bundesregierung sei "nicht zu rechtfertigen", kritisierte das iranische Außenministerium am Donnerstagabend. Der Geschäftsträger sei einbestellt worden, um ihm den "starken Protest" des Iran zu übermitteln.

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Mit der Anordnung zur Schließung der drei iranischen Generalkonsulate in Deutschland reagierte die Bundesregierung am Donnerstag auf die Hinrichtung des Deutsch-Iraners Jamshid Sharmahd im Iran am Montag. Mit der Maßnahme fährt die Bundesregierung die diplomatischen Beziehungen zum Iran auf ein Minimum herunter.

Die iranische Justiz hatte am Montag auf ihrem offiziellen Portal die Vollstreckung des Todesurteils gegen Sharmahd bekanntgegeben. Der Deutsch-Iraner, der zuletzt in den USA gelebt hatte, war im August 2020 von iranischen Behörden festgenommen worden. Nach Angaben seiner Familie wurde er bei einem Zwischenstopp in Dubai vom iranischen Geheimdienst in den Iran verschleppt.

Im Februar 2023 wurde Sharmahd zum Tode verurteilt. Die iranische Justiz warf ihm vor, im Jahr 2008 an einem Anschlag auf eine Moschee mit 14 Toten beteiligt gewesen zu sein.

(M.Dylatov--DTZ)

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