Deutsche Tageszeitung - Nachbar mit Bolzenschuss und Messer getötet: Angeklagter soll in Psychiatrie

Nachbar mit Bolzenschuss und Messer getötet: Angeklagter soll in Psychiatrie


Nachbar mit Bolzenschuss und Messer getötet: Angeklagter soll in Psychiatrie
Nachbar mit Bolzenschuss und Messer getötet: Angeklagter soll in Psychiatrie / Foto: © AFP/Archiv

Nach einem tödlichen Angriff mit einem Bolzenschussgerät und einem Messer auf einen Nachbarn ist ein 37-Jähriger in Nordrhein-Westfalen in die Psychiatrie eingewiesen worden. Das Landgericht Bielefeld folgte damit den gleichlautenden Anträgen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung, wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch sagte. Der Mann handelte im Verfolgungswahn und war deshalb schuldunfähig.

Textgröße ändern:

Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, seinen Nachbarn im April in einem Mehrfamilienhaus im nordrhein-westfälischen Spenge getötet zu haben. Der 37-Jährige habe sich seit Jahren von Unbekannten verfolgt gefühlt. Zudem litt er aufgrund vermeintlicher Ruhestörungen unter Schlaflosigkeit. Um die Aufmerksamkeit der Polizei auf seine angeblichen Verfolger zu lenken, entschloss er sich zu der Tat.

Dazu soll er sich in seiner Wohnung mit einer Armbrust, einem Bolzenschussgerät und einem Kampfmesser bewaffnet haben. Als sein Nachbar am frühen Morgen auf dem Weg zur Arbeit an der Wohnungstür vorbeiging, schoss der 37-Jährige mit dem Bolzenschussgerät auf den linken Oberarm des Manns.

Anschließend stürzte er sich laut Anklage mit dem Kampfmesser auf das Opfer und verletzte den Mann mit zahlreichen Stichen tödlich an Oberkörper, Kopf und Rücken. Der 37-Jährige informierte danach die Polizei telefonisch über die Gewalttat.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Trump: Habe Putin um Freilassung von US-Bürger Hubbard gebeten

US-Präsident Donald Trump hat den russischen Staatschef Wladimir Putin nach eigenen Angaben um die Freilassung des seit Jahren inhaftierten US-Bürgers Stephen Hubbard gebeten. Es sei an der Zeit, Hubbard zurückzuholen, sagte Trump am Dienstag in Washington. Der Lehrer im Ruhestand war im Oktober 2024 in Moskau wegen angeblichen "Söldnertums" für die Ukraine zu einer Haftstrafe von fast sieben Jahren verurteilt worden.

Italienische Regierung schickt nach Ausschreitungen 500 Soldaten nach Mailand

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen in Mailand schickt Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni 500 Soldaten in die Großstadt. Die Soldaten sollten bis Jahresende in Mailand bleiben und die Polizei unterstützen, erklärte Meloni am Dienstag nach einer Kabinettsitzung. "Es gibt das Recht zu demonstrieren, aber nicht, unsere Städte zu plündern", sagte die rechtsgerichtete Regierungschefin in einem Online-Video.

Tod von 53 Migranten in Texas: Schleuser zu 30 Jahren Haft verurteilt

Gut vier Jahre nach dem Tod von 53 Migranten in einem überhitzten Lastwagen im US-Bundesstaat Texas ist einer der Schleuser zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Der 39-Jährige aus Guatemala sei mitverantwortlich für den Tod der Menschen gewesen, die von Mexiko aus in die USA gelangen wollten, erklärte die Staatsanwaltschaft am Dienstag zu dem Urteil des Bundesgerichts in San Antonio.

Kreise: Erstes Abschiebezentrum von EU-Ländern in Drittstaat soll in Ruanda entstehen

Das erste Abschiebezentrum von EU-Ländern in einem Drittstaat wird voraussichtlich in Ruanda entstehen. Eine Vereinbarung zwischen dem afrikanischen Land und den fünf EU-Mitgliedstaaten, die die Einrichtung solcher Zentren vorantreiben, könnte bereits im nächsten Monat unterzeichnet werden, wie die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus mit den Verhandlungen vertrauten Kreisen erfuhr. Ruanda wird seit langem als mögliches Aufnahmeland genannt und ist den Angaben zufolge inzwischen der klare Favorit.

Textgröße ändern: