Deutsche Tageszeitung - Festnahme in Zusammenhang mit Entführung von Kindern von Steakhauserbin Block

Festnahme in Zusammenhang mit Entführung von Kindern von Steakhauserbin Block


Festnahme in Zusammenhang mit Entführung von Kindern von Steakhauserbin Block
Festnahme in Zusammenhang mit Entführung von Kindern von Steakhauserbin Block / Foto: © AFP/Archiv

Im Zusammenhang mit der Entführung der Kinder der Hamburger Steakhauskettenerbin Christina Block hat es eine Festnahme gegeben. Ein 35 Jahre alter Mann sei im September in Zypern festgenommen worden und sitze inzwischen in Hamburg in Untersuchungshaft, teilte die Staatsanwaltschaft in der Hansestadt am Freitag mit. Die Unternehmerin soll in einem Sorgerechtsstreit ihre beiden Kinder an Silvester aus Dänemark entführen haben lassen, wo sie beim leiblichen Vater leben.

Textgröße ändern:

Laut Staatsanwaltschaft soll der Tatverdächtige zusammen mit weiteren Verdächtigen dem Kindsvater in Dänemark aufgelauert, ihn angriffen und ihm die Kinder mit Gewalt entzogen haben. Gegen den Mann mit portugiesischer und israelischer Staatsangehörigkeit sei ein internationaler Haftbefehl erlassen worden, der am 27. September bei seiner Einreise nach Zypern vollstreckt worden sei. Zielfahnder des Hamburger Landeskriminalamts brachten in danach nach Hamburg.

Weitere Auskünfte könnten vor dem Hintergrund laufender Ermittlungen nicht erteilt werden, teilte die Ermittlungsbehörde mit. Diese ermittelt bereits seit längerer Zeit gegen Christina Block und deren Vater Eugen Block, den Gründer der Steakhauskette mit den Restaurantketten "Block House" und "Jim Block".

Der Konflikt um die Kinder von Christina Block und ihrem früheren Partner wird auch bereits längerm vor Gericht ausgetragen. Nach der Entführung in Dänemark tauchten die Kinder unversehrt in Hamburg auf. Nur Tage später musste Christina Block sie aber auf Grundlage einer Entscheidung des Hanseatischen Oberlandesgerichts wieder herausgeben, sie wurden danach wieder zum Vater gebracht.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Trump: Habe Putin um Freilassung von US-Bürger Hubbard gebeten

US-Präsident Donald Trump hat den russischen Staatschef Wladimir Putin nach eigenen Angaben um die Freilassung des seit Jahren inhaftierten US-Bürgers Stephen Hubbard gebeten. Es sei an der Zeit, Hubbard zurückzuholen, sagte Trump am Dienstag in Washington. Der Lehrer im Ruhestand war im Oktober 2024 in Moskau wegen angeblichen "Söldnertums" für die Ukraine zu einer Haftstrafe von fast sieben Jahren verurteilt worden.

Italienische Regierung schickt nach Ausschreitungen 500 Soldaten nach Mailand

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen in Mailand schickt Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni 500 Soldaten in die Großstadt. Die Soldaten sollten bis Jahresende in Mailand bleiben und die Polizei unterstützen, erklärte Meloni am Dienstag nach einer Kabinettsitzung. "Es gibt das Recht zu demonstrieren, aber nicht, unsere Städte zu plündern", sagte die rechtsgerichtete Regierungschefin in einem Online-Video.

Tod von 53 Migranten in Texas: Schleuser zu 30 Jahren Haft verurteilt

Gut vier Jahre nach dem Tod von 53 Migranten in einem überhitzten Lastwagen im US-Bundesstaat Texas ist einer der Schleuser zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Der 39-Jährige aus Guatemala sei mitverantwortlich für den Tod der Menschen gewesen, die von Mexiko aus in die USA gelangen wollten, erklärte die Staatsanwaltschaft am Dienstag zu dem Urteil des Bundesgerichts in San Antonio.

Kreise: Erstes Abschiebezentrum von EU-Ländern in Drittstaat soll in Ruanda entstehen

Das erste Abschiebezentrum von EU-Ländern in einem Drittstaat wird voraussichtlich in Ruanda entstehen. Eine Vereinbarung zwischen dem afrikanischen Land und den fünf EU-Mitgliedstaaten, die die Einrichtung solcher Zentren vorantreiben, könnte bereits im nächsten Monat unterzeichnet werden, wie die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus mit den Verhandlungen vertrauten Kreisen erfuhr. Ruanda wird seit langem als mögliches Aufnahmeland genannt und ist den Angaben zufolge inzwischen der klare Favorit.

Textgröße ändern: