Deutsche Tageszeitung - Wetterextreme weltweit führen zur schlechtesten Weinernte seit über 60 Jahren

Wetterextreme weltweit führen zur schlechtesten Weinernte seit über 60 Jahren


Wetterextreme weltweit führen zur schlechtesten Weinernte seit über 60 Jahren
Wetterextreme weltweit führen zur schlechtesten Weinernte seit über 60 Jahren / Foto: © AFP

Die weltweite Weinproduktion wird in diesem Jahr einen weiteren Tiefststand erreichen. "Klimatische Widrigkeiten in beiden Hemisphären sind erneut Hauptursachen des gesunkenen weltweiten Produktionsvolumens", teilte die Internationale Organisation für Rebe und Wein (OIV) am Freitag in Dijon mit. Laut den OIV-Prognosen sinkt die Produktion im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent auf 231 Millionen Hektoliter.

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Bereits im vergangenen Jahr hatte die Weinproduktion mit 237 Millionen Hektolitern den tiefsten Stand seit dem Jahr 1961 erreicht. Im Jahr 2024 wird die weltweite Weinproduktion den Durchschnitt des vergangenen Jahrzehnts um 13 Prozent unterbieten, erklärte die OIV.

In Europa erwartet die OIV "ein niedriges Produktionsniveau" - außer in Portugal und Ungarn, deren Ernten sich im Durchschnittsbereich bewegen. Frankreich, das in diesem Jahr von überdurchschnittlichen Niederschlägen betroffen war, verzeichnete den größten Rückgang der untersuchten Länder. Die französische Produktion sank im Vorjahresvergleich um 23 Prozent auf 36,9 Millionen Hektoliter, wodurch das Land wieder auf den zweiten Platz der Herstellerländer zurückfiel.

Italien wird laut den Prognosen mit 41 Millionen den Spitzenplatz im weltweiten Ranking zurückerobern. Es konnte seine Produktionsmengen, die im Vorjahr ungewöhnlich gering ausgefallen war, wieder etwas steigern. Trotz eines leichten Produktionsrückgangs bleibt Spanien drittgrößter Weinproduzent der Welt.

In der südlichen Hemisphäre sorgten die klimatischen Bedingungen für die niedrigsten Produktionsmengen seit zwei Jahrzehnten. Zuvor hatte der globale Süden dazu geneigt, die sinkenden Erntemengen in der nördlichen Hemisphäre auszugleichen, betonte der Generaldirektor der OIV, der Neuseeländer John Barker. Die Organisation feiert dieses Jahr ihr hundertjähriges Bestehen.

(U.Kabuchyn--DTZ)

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