Deutsche Tageszeitung - Anwälte in Oldenburg spielten Prozessgewinn vor - Schadenersatz für Mandantin

Anwälte in Oldenburg spielten Prozessgewinn vor - Schadenersatz für Mandantin


Anwälte in Oldenburg spielten Prozessgewinn vor - Schadenersatz für Mandantin
Anwälte in Oldenburg spielten Prozessgewinn vor - Schadenersatz für Mandantin / Foto: © AFP/Archiv

Wegen falscher Angaben gegenüber einer ehemaligen Mandantin müssen zwei Anwälte aus dem niedersächsischen Landkreis Oldenburg knapp 60.000 Euro Schadensersatz an diese zahlen. Das Landgericht Oldenburg sah es als erwiesen an, dass die Rechtsanwälte ihrer Mandantin wahrheitswidrig mitgeteilt hatten, in einem Regressprozess 1,2 Millionen Euro Schadenersatz zugesprochen bekommen zu haben. Tatsächlich war dafür laut Gericht aber gar kein Antrag gestellt worden.

Textgröße ändern:

In der Annahme, die 1,2 Millionen Euro zu bekommen, erfüllten sich die Mandantin und ihr Ehemann einen Lebenstraum in Gestalt eines freistehenden Eigenheims und unterzeichneten einen Kaufvertrag über 429.000 Euro, wie es vom Landgericht weiter hieß. Einer der Anwälte soll die Frau immer wieder mit neuen Ausreden bezüglich des ihr vermeintlich zustehenden Schadenersatzes vertröstet haben. Zudem gab er an, noch ein weiterer Rechtsstreit sei gewonnen worden, aus dem der Mandantin ein weiterer Schadenersatz in Höhe von 500.000 Euro zustehe.

Da die Frau den Grundstückspreis letztlich nicht bezahlen konnte, machte der Verkäufer ihr gegenüber wiederum Schadenersatzansprüche geltend. Die Frau musste knapp 60.000 Euro bezahlen - die sie nun von den Anwälten verlangen kann. Das Urteil vom 26. November ist noch nicht rechtskräftig.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Trump: Habe Putin um Freilassung von US-Bürger Hubbard gebeten

US-Präsident Donald Trump hat den russischen Staatschef Wladimir Putin nach eigenen Angaben um die Freilassung des seit Jahren inhaftierten US-Bürgers Stephen Hubbard gebeten. Es sei an der Zeit, Hubbard zurückzuholen, sagte Trump am Dienstag in Washington. Der Lehrer im Ruhestand war im Oktober 2024 in Moskau wegen angeblichen "Söldnertums" für die Ukraine zu einer Haftstrafe von fast sieben Jahren verurteilt worden.

Italienische Regierung schickt nach Ausschreitungen 500 Soldaten nach Mailand

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen in Mailand schickt Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni 500 Soldaten in die Großstadt. Die Soldaten sollten bis Jahresende in Mailand bleiben und die Polizei unterstützen, erklärte Meloni am Dienstag nach einer Kabinettsitzung. "Es gibt das Recht zu demonstrieren, aber nicht, unsere Städte zu plündern", sagte die rechtsgerichtete Regierungschefin in einem Online-Video.

Tod von 53 Migranten in Texas: Schleuser zu 30 Jahren Haft verurteilt

Gut vier Jahre nach dem Tod von 53 Migranten in einem überhitzten Lastwagen im US-Bundesstaat Texas ist einer der Schleuser zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Der 39-Jährige aus Guatemala sei mitverantwortlich für den Tod der Menschen gewesen, die von Mexiko aus in die USA gelangen wollten, erklärte die Staatsanwaltschaft am Dienstag zu dem Urteil des Bundesgerichts in San Antonio.

Kreise: Erstes Abschiebezentrum von EU-Ländern in Drittstaat soll in Ruanda entstehen

Das erste Abschiebezentrum von EU-Ländern in einem Drittstaat wird voraussichtlich in Ruanda entstehen. Eine Vereinbarung zwischen dem afrikanischen Land und den fünf EU-Mitgliedstaaten, die die Einrichtung solcher Zentren vorantreiben, könnte bereits im nächsten Monat unterzeichnet werden, wie die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus mit den Verhandlungen vertrauten Kreisen erfuhr. Ruanda wird seit langem als mögliches Aufnahmeland genannt und ist den Angaben zufolge inzwischen der klare Favorit.

Textgröße ändern: