Deutsche Tageszeitung - Hessischer Reitverein muss keine Behandlungskosten bei regelmäßiger Vorsorge zahlen

Hessischer Reitverein muss keine Behandlungskosten bei regelmäßiger Vorsorge zahlen


Hessischer Reitverein muss keine Behandlungskosten bei regelmäßiger Vorsorge zahlen
Hessischer Reitverein muss keine Behandlungskosten bei regelmäßiger Vorsorge zahlen / Foto: © AFP/Archiv

Tritt sich ein Pferd auf dem Außengelände eines Reitvereins in Hessen trotz regelmäßiger Sicherheitsmaßnahmen einen Nagel in den Huf, ist das ein allgemeines Lebensrisiko. Der Reitverein muss deswegen keine Behandlungskosten zahlen, wie das Oberlandesgericht Frankfurt am Main am Montag mitteilte. Es wies die Klage einer Pferdebesitzerin zurück. (Az.: 26 U 24/23)

Textgröße ändern:

Sie war Besitzerin eines Pferds, das sie seit 2016 auf dem Gelände des Reitvereins untergebracht hatte. Weil es in einen Hufnagel trat und sich verletzte, forderte die Frau vor Gericht nun die Behandlungskosten vom Reitverein zurück. Das Landgericht Limburg lehnte das in erster Instanz ab.

Diese Entscheidung bestätigte das Oberlandesgericht nun. Der Verein habe seine Obhutspflicht nicht verletzt, entschieden die Richter. Die Klägerin konnte nicht beweisen, dass die Ursache für die Verletzung allein im Gefahrenbereich des Vereins lag. Zudem konnte sie nicht beweisen, dass sie das Pferd nach dem Reiten ordnungsgemäß versorgt und beschwerdefrei in die Box gestellt hatte.

Nach Ansicht des Gerichts kümmerte sich der Verein regelmäßig um die allgemeine Sicherheit auf dem Gelände. Für ein allgemeines Lebensrisiko muss der Verein nicht haften.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Kreise: Erstes Abschiebezentrum von EU-Ländern in Drittstaat soll in Ruanda entstehen

Das erste Abschiebezentrum von EU-Ländern in einem Drittstaat wird voraussichtlich in Ruanda entstehen. Eine Vereinbarung zwischen dem afrikanischen Land und den fünf EU-Mitgliedstaaten, die die Einrichtung solcher Zentren vorantreiben, könnte bereits im nächsten Monat unterzeichnet werden, wie die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus mit den Verhandlungen vertrauten Kreisen erfuhr. Ruanda wird seit langem als mögliches Aufnahmeland genannt und ist den Angaben zufolge inzwischen der klare Favorit.

Henrichmann schließt Unruhestiftung durch "ausländische Kräfte" nicht aus

Angesichts der schweren Ausschreitungen in Frankreich schließt der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums, Marc Henrichmann (CDU), gezielte Versuche "ausländischer Kräfte" nicht aus, auch in Deutschland zu Unruhen anzustiften. Er rechne zwar nicht damit, dass die aktuellen Ausschreitungen in Frankreich in einem vergleichbaren Ausmaß auch nach Deutschland übergreifen werden, sagte Henrichmann der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe). "Dennoch müssen wir genau aufpassen, denn es gibt eine Vernetzung der linksextremen Szene beider Länder."

Schwedisches Königshaus serviert nordisches Menü beim Staatsbankett

Beim Staatsbankett für Singapurs Präsidenten Tharman Shanmugaratnam setzte das schwedische Königshaus auf Rentier, Gotland-Trüffel und weitere heimische Zutaten.

Model Sahara Ray stirbt mit 34 Jahren

Die australische Designerin und Influencerin Sahara Ray ist nach Angaben ihrer Familie im Alter von 34 Jahren gestorben. Eine offizielle Todesursache wurde bislang nicht genannt.

Textgröße ändern: