Deutsche Tageszeitung - Mindestens zehn Tote bei Schusswaffenangriff in Restaurant in Montenegro

Mindestens zehn Tote bei Schusswaffenangriff in Restaurant in Montenegro


Mindestens zehn Tote bei Schusswaffenangriff in Restaurant in Montenegro
Mindestens zehn Tote bei Schusswaffenangriff in Restaurant in Montenegro / Foto: © AFP

Ein bewaffneter Mann hat in Montenegro mindestens zehn Menschen in einem Restaurant getötet und vier weitere schwer verletzt. Unter den zehn Todesopfern seien zwei Minderjährige, bei denen es sich um die Kinder des Restaurantbesitzers handele, der ebenfalls getötet worden sei, sagte Innenminister Danilo Saranovic am Mittwochabend in Podgorica. Der Angreifer war zunächst weiter auf der Flucht.

Textgröße ändern:

Der Schütze habe auch "Mitglieder seiner eigenen Familie getötet", sagte der Minister. Der Vorfall sei offenbar die "Folge gestörter zwischenmenschlicher Beziehungen", erklärte er, ohne nähere Angaben zu machen. Die Polizei hatte zuvor bereits erklärt, dass die Tat nicht mit der organisierten Kriminalität zusammenhänge.

Ministerpräsident Milojko Spajic sagte dem öffentlichen Rundfunksender RTCG, in dem Dorf Bajice nahe Cetinje im Süden des Landes habe sich "eine furchtbare Tragödie" ereignet. Vier Schwerverletzte seien in Krankenhäuser in der Hauptstadt Podgorica eingeliefert worden. "Die Ärzte kämpfen um ihr Leben", sagte er. "Alle Polizeiteams, Spezialeinheiten und alle verfügbaren Kräfte sind in Cetinje. Wir suchen nach dem Täter, und wir sind auf der richtigen Spur", sagte er.

Die Regierung des kleinen Balkanstaates verhängte eine dreitägige Staatstrauer ab Donnerstag.

Die Polizei forderte die Bevölkerung auf, ihre Häuser nicht zu verlassen, und erklärte, sie habe Spezialkräfte in die Region entsandt.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Sachsen-Anhalt: Einziehung von Jagdschein bei AfD-Mitglied laut Gericht rechtens

Die Einziehung eines Jagdscheins und der Widerruf einer Waffenbesitzkarte bei zwei AfD-Mitgliedern ist aus Sicht des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Sachsen-Anhalt rechtens gewesen. Die Mitgliedschaft in dem vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuften AfD-Landesverband Sachsen-Anhalt löse "die gesetzliche Regelvermutung der waffenrechtlichen Unzuverlässigkeit" aus, wie ein OVG-Sprecher am Montag in Magdeburg mitteilte. Die Beschwerden der beiden Mitglieder wurden am Freitag Verfahren um vorläufigen Rechtsschutz zurückgewiesen.

Drei Jahre Haft für Hebamme aus Niedersachsen nach tödlich verlaufener Hausgeburt

Mehr als 16 Jahre nach dem Tod eines ungeborenen Babys bei einer Hausgeburt ist eine Hebamme in Niedersachsen wegen fahrlässiger Tötung zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Das entschied das Landgericht Verden nach Angaben einer Sprecherin am Montag. Es war der dritte Prozess gegen die Frau, nachdem diese zuvor zwei Mal erfolgreich am Bundesgerichtshof Revision gegen Verurteilungen in dem Fall eingelegt hatte.

19 Jahre alter Vermisstenfall in Bayern geklärt: 39-Jährige wurde getötet

Die Polizei in Bayern hat nach fast 20 Jahren den Cold Case der vermissten Kerstin Lee Langley aufgeklärt. Zwei Männer und eine Frau sollen die damals 39-Jährige im Jahr 2007 gemeinschaftlich getötet haben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag in Regensburg mit. Einer der Männer wurde festgenommen, der zweite ist mittlerweile verstorben. Der Haftbefehl gegen die 56 Jahre alte Frau sei außer Vollzug gesetzt worden.

Nach tödlicher Messerattacke in Seniorenheim: Verletzte Frauen außer Lebensgefahr

Nach einer tödlichen Messerattacke in einem Seniorenheim in Nordrhein-Westfalen sind die beiden verletzten Bewohnerinnen außer Lebensgefahr. Die zunächst lebensgefährlich verletzte 83-Jährige und eine 81-Jährige, die schwere Verletzungen erlitten hatte, wurden am Wochenende operiert, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag in Coesfeld und Münster mitteilten. Ein 72-Jähriger soll am Freitag eine 86-jährige Mitbewohnerin getötet und die beiden anderen Frauen schwer verletzt haben.

Textgröße ändern: