Deutsche Tageszeitung - Evakuierungen wegen heftigem Lauffeuer in Vorort von Los Angeles

Evakuierungen wegen heftigem Lauffeuer in Vorort von Los Angeles


Evakuierungen wegen heftigem Lauffeuer in Vorort von Los Angeles
Evakuierungen wegen heftigem Lauffeuer in Vorort von Los Angeles / Foto: © AFP

Ein sich rasant ausbreitendes Feuer in einem Vorort von Los Angeles im US-Bundesstaat Kalifornien hat am Dienstag zur Evakuierung von Einwohnern geführt. Am Mittag (Ortszeit) hatte sich der Waldbrand bereits über eine Fläche von 80 Hektar ausgebreitet, wie die Feuerwehr mitteilte. Das Feuer war am späten Vormittag im Stadtteil Pacific Palisades ausgebrochen, der an die Santa-Monica-Berge im Nordwesten der Stadt grenzt.

Textgröße ändern:

Augenzeugen berichteten, dass mindestens zwei Häuser in dem teuren Stadtteil, wo millionenschwere Villen an die Hänge gebaut sind, bereits niedergebrannt waren. Eine wichtige Verkehrsstraße wurden gesperrt.

"Evakuieren Sie jetzt das Gebiet von Palisades", riet die Stadt im Onlinedienst X. Der Bürgermeisterin Karen Bass zufolge kämpften Dutzende Feuerwehrleute gegen die Flammen.

Die Straßen waren aufgrund der flüchtenden Einwohner verstopft, einige Menschen ließen offenbar ihr Auto stehen und flohen zu Fuß vor den Flammen. Mehrere Menschen hatten ihre Haustiere bei sich.

Das Feuer verursachte eine riesige Rauchsäule, die aus der gesamten Stadt zu sehen war. In der Nachbarstadt Malibu, die bereits im Dezember von einem Großbrand heimgesucht worden war, wurden die Schulen geschlossen.

Das Feuer wurde durch heftigen Wind angefacht: Die für den kalifornischen Winter typischen warmen Santa-Ana-Winde trafen die Region und könnten sich laut Vorhersagen zum schlimmsten Windsturm des Jahrzehnts entwickeln. Der US-Wetterdienst warnte vor einem "zerstörerischen und lebensbedrohlichen Windsturm" von Dienstagnachmittag bis Mittwochmorgen. Dem Wetterdienst zufolge wurden Windstärken von bis zu 160 Stundenkilometern erwartet.

US-Präsident Joe Biden hielt sich am Dienstag in Los Angeles auf, um in Kalifornien zwei neue National Monuments auszurufen. Angesichts des starken Windes wurde die Verkündung jedoch abgesagt.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

19 Jahre alter Vermisstenfall in Bayern geklärt: 39-Jährige wurde getötet

Die Polizei in Bayern hat nach fast 20 Jahren den Cold Case der vermissten Kerstin Lee Langley aufgeklärt. Zwei Männer und eine Frau sollen die damals 39-Jährige im Jahr 2007 gemeinschaftlich getötet haben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag in Regensburg mit. Einer der Männer wurde festgenommen, der zweite ist mittlerweile verstorben. Der Haftbefehl gegen die 56 Jahre alte Frau sei außer Vollzug gesetzt worden.

Nach tödlicher Messerattacke in Seniorenheim: Verletzte Frauen außer Lebensgefahr

Nach einer tödlichen Messerattacke in einem Seniorenheim in Nordrhein-Westfalen sind die beiden verletzten Bewohnerinnen außer Lebensgefahr. Die zunächst lebensgefährlich verletzte 83-Jährige und eine 81-Jährige, die schwere Verletzungen erlitten hatte, wurden am Wochenende operiert, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag in Coesfeld und Münster mitteilten. Ein 72-Jähriger soll am Freitag eine 86-jährige Mitbewohnerin getötet und die beiden anderen Frauen schwer verletzt haben.

Nach Fund von totem 84-Jährigen in Ulm: Ermittler gehen von Verbrechen aus

Nach dem Fund eines toten 84-Jährigen vor rund zwei Wochen in Ulm wird wegen eines möglichen Tötungsdelikts ermittelt. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei in der baden-württembergischen Stadt am Montag mitteilten, bestätigte eine Obduktion inzwischen erste Hinweise auf ein Verbrechen. Einzelheiten zur Tat oder möglichen Hintergründen nannten diese nicht.

43 Jahre nach Mord an Sexarbeiter in Hamburg: Urteil gegen 61-Jährigen rechtskräftig

Mehr als 43 Jahre nach dem gewaltsamen Tod eines transsexuellen Prostituierten in Hamburg ist der Schuldspruch gegen den wegen Mordes verurteilten Täter rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) verwarf die Revision des heute 61-jährigen Mannes, der die Tat im Alter von 18 Jahren begangen haben soll. Wie das Gericht am Montag in Karlsruhe weiter mitteilte, war der Beschuldigte vom Landgericht Hamburg im Mai 2026 zu einer Jugendstrafe von sechs Jahren und drei Monaten verurteilt worden.

Textgröße ändern: