Deutsche Tageszeitung - Verdacht auf Korruption in Millionenhöhe: Rathaus in Niedersachsen durchsucht

Verdacht auf Korruption in Millionenhöhe: Rathaus in Niedersachsen durchsucht


Verdacht auf Korruption in Millionenhöhe: Rathaus in Niedersachsen durchsucht
Verdacht auf Korruption in Millionenhöhe: Rathaus in Niedersachsen durchsucht / Foto: © AFP/Archiv

Wegen des Verdachts auf Korruption in Millionenhöhe haben Ermittler am Mittwoch das Rathaus sowie zwei Firmen im niedersächsischen Bad Sachsa durchsucht. Weitere Ämter und ein Wohnhaus gehörten ebenfalls zu den Zielen der Razzia, wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch in Braunschweig und Göttingen erklärten. Demnach wird wegen überhöhter Gehaltszahlungen und vorschriftswidriger Auftragsvergaben unter anderem gegen Bedienstete der Stadt ermittelt.

Textgröße ändern:

Die Gesamtschadenshöhe ist nach Angaben der Strafverfolger noch unklar, könnte sich aber "auf einen "hohen sechsstelligen Betrag aufsummieren". Ausgelöst wurden die Ermittlungen demnach im Sommer durch eine Strafanzeige des Rechnungsprüfungsamts des Landkreises Göttingen. Bei den durchsuchten Betrieben handelte es sich um Firmen des Bau- und Dienstleistungsgewerbes.

Durchsucht wurden den Angaben zufolge neun Objekte, 45 Polizistinnen und Polizisten waren beteiligt. Dabei wurden Beweismittel in digitaler und physischer Form beschlagnahmt. Die Ermittler baten in dem Fall auch um weitere Hinweise von potenziellen Zeugen. Bad Sachsa ist eine Kleinstadt mit rund 7500 Einwohnern am Südrand des Harzes. Sie ist als Kurort bekannt.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Nach Fund von totem 84-Jährigen in Ulm: Ermittler gehen von Verbrechen aus

Nach dem Fund eines toten 84-Jährigen vor rund zwei Wochen in Ulm wird wegen eines möglichen Tötungsdelikts ermittelt. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei in der baden-württembergischen Stadt am Montag mitteilten, bestätigte eine Obduktion inzwischen erste Hinweise auf ein Verbrechen. Einzelheiten zur Tat oder möglichen Hintergründen nannten diese nicht.

43 Jahre nach Mord an Sexarbeiter in Hamburg: Urteil gegen 61-Jährigen rechtskräftig

Mehr als 43 Jahre nach dem gewaltsamen Tod eines transsexuellen Prostituierten in Hamburg ist der Schuldspruch gegen den wegen Mordes verurteilten Täter rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) verwarf die Revision des heute 61-jährigen Mannes, der die Tat im Alter von 18 Jahren begangen haben soll. Wie das Gericht am Montag in Karlsruhe weiter mitteilte, war der Beschuldigte vom Landgericht Hamburg im Mai 2026 zu einer Jugendstrafe von sechs Jahren und drei Monaten verurteilt worden.

Beschädigter Zaun an Leipziger Flughafen: 20-Jähriger soll Autounfall gebaut haben

Nach der Beschädigung eines Sicherheitszauns am Leipziger Flughafen hat sich ein 20-Jähriger als mutmaßlicher Verursacher der Polizei gestellt. Der Mann soll im Bereich des Flughafens die Kontrolle über ein Auto verloren und damit den Zaun durchbrochen haben, wie die Polizei am Montag mitteilte. Im August war der Flughafen in die Schlagzeilen geraten, als dort eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt wurde.

Nach Krawallen: Macron lehnt Rücktrittsgesuch von Innenminister Nuñez ab

Nach den schweren Ausschreitungen am Rande eines landesweiten Protesttages in Frankreich hat Präsident Emmanuel Macron nach Angaben des Élysée-Palasts den Rücktritt von Innenminister Laurent Nuñez abgelehnt. Der Minister habe dem Präsidenten am Sonntag seinen Rücktritt angeboten, erklärte der Palast am Montag. Macron habe dies jedoch mit Verweis auf die "notwendige Kontinuität bei der Führung der Sicherheitskräfte" zurückgewiesen.

Textgröße ändern: