Deutsche Tageszeitung - Algerier wegen Anschlags in Lyon mit 15 Verletzten zu Haft verurteilt

Algerier wegen Anschlags in Lyon mit 15 Verletzten zu Haft verurteilt


Algerier wegen Anschlags in Lyon mit 15 Verletzten zu Haft verurteilt
Algerier wegen Anschlags in Lyon mit 15 Verletzten zu Haft verurteilt / Foto: © AFP/Archiv

Sechs Jahre nach einem islamistischen Bombenanschlag mit 15 Verletzten im französischen Lyon ist ein Algerier am Montag in Paris zu lebenslänglicher Haft verurteilt worden. Die Richter sprachen ihn des Mordversuchs aus terroristischen Motiven schuldig. Der Angeklagte hatte während des Prozesses geschwiegen und erst kurz vor der Urteilsverkündung erklärt, dass er seine Tat nicht bereue.

Textgröße ändern:

"Es war von Anfang bis Ende ein Erfolg", sagte der Angeklagte. "Als Muslim, Araber und vor allem Algerier muss ich mir von Franzosen keine moralische Lektion anhören", fügte er hinzu. Der junge Mann hatte 2019 kurz vor der Europawahl einen selbst gebauten Sprengsatz in einer Fußgängerzone gezündet. Dabei wurden etwa 15 Menschen verletzt, unter ihnen ein zehn Jahre altes Mädchen.

Den Ermittlern sagte der Mann, er habe Angst und Schrecken verbreiten wollen, um den Rechtsextremen zum Wahlsieg zu verhelfen und Spannungen mit Muslimen eskalieren zu lassen. Der Staatsanwalt warf ihm vor, dass er die Absicht gehabt habe, Menschen zu töten. Experten beschrieben den Angeklagten als "narzisstisch" und "gefährlich".

Er war 2017 nach Frankreich gekommen, wo bereits seine Familie lebte, die als gut integriert beschrieben wurde. Es blieb unklar, wo und wie er sich radikalisierte.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Ex-Gouverneur von Kursk wegen Korruptionsvorwürfen zu Straflager verurteilt

Wegen Korruptionsvorwürfen ist ein früherer Gouverneur der an die Ukraine angrenzenden westrussischen Region Kursk zu 14 Jahren Straflager verurteilt worden. Gegen Alexej Smirnow wurde auch eine Geldstrafe von 400 Millionen Rubel (umgerechnet mehr als 4,3 Millionen Euro) verhängt, wie das zuständige Gericht in Kursk am Montag mitteilte.

Baum in Wald bei Flensburg umgestürzt - Ostereiersuche endet mit drei Toten

Tragisches Unglück bei der Ostereiersuche: In einem Waldstück bei Flensburg in Schleswig-Holstein sind drei Menschen durch einen umstürzenden Baum getötet worden. Unter den Todesopfern ist ein zehn Monate altes Baby, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Ein weiteres Unfallopfer wurde demnach schwerverletzt ins Krankenhaus geflogen. Laut Polizei war nach bisherigen Erkenntnissen ein etwa 30 Meter hoher Baum "aufgrund starker Windböen" auf eine Menschengruppe gestürzt.

Ostermesse im Vatikan: Papst Leo XIV. ruft zu Frieden in der Welt auf

Erstmals seit seinem Amtsantritt hat Papst Leo XIV. am Sonntag die Ostermesse auf dem Petersplatz im Vatikan geleitet und den päpstlichen Segen "Urbi et Orbi" gesprochen. In mehreren Sprachen, unter anderem auf Deutsch, wünschte er "Frohe Ostern". Zugleich rief der Papst nachdrücklich zu Frieden in der Welt auf. "Wer die Macht hat, Kriege zu beginnen", der solle sich "für den Frieden" entscheiden. Dieser Frieden müsse durch "Dialog" erreicht werden.

Drei Menschen in Wald bei Flensburg durch umstürzenden Baum getötet

Beim Ostereier-Suchen in einem Waldstück bei Flensburg sind drei Menschen durch einen umstürzenden Baum getötet worden. Unter den Todesopfern sei ein zehn Monate altes Baby, teilte die Polizei am Sonntag mit. Ein weiteres Unfallopfer wurde demnach schwerverletzt ins Krankenhaus geflogen. Laut Polizei war nach bisherigen Erkenntnissen ein etwa 30 Meter hoher Baum "aufgrund starker Windböen" auf eine Menschengruppe gestürzt.

Textgröße ändern: