Deutsche Tageszeitung - Fast drei Jahre Haft für Raser nach tödlichem Unfall in Nordrhein-Westfalen

Fast drei Jahre Haft für Raser nach tödlichem Unfall in Nordrhein-Westfalen


Fast drei Jahre Haft für Raser nach tödlichem Unfall in Nordrhein-Westfalen
Fast drei Jahre Haft für Raser nach tödlichem Unfall in Nordrhein-Westfalen / Foto: © AFP/Archiv

Mehr als ein Jahr nach einem tödlichen Verkehrsunfall in Nordrhein-Westfalen mit rund 120 Stundenkilometern ist ein 28-jähriger Raser vom Landgericht Duisburg zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Der Angeklagte soll für zwei Jahre und neun Monaten ins Gefängnis, wie ein Gerichtssprecher am Montagabend mitteilte. Bei dem Unfall war eine 46-jährige Frau ums Leben gekommen. Im Unfallauto saßen auch ihr Ehemann und ihr zehnjähriger Sohn.

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Das Gericht konnte nach Angaben des Sprechers keinen Tötungsvorsatz feststellen. Es verurteilte den Mann unter anderem wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und verbotenen Kraftfahrzeugrennens.

Die zuständige Kammer stellte demnach fest, dass der Angeklagte sein Auto auf Tempo 119 beschleunigt hatte, während nur 50 Stundenkilometer erlaubt waren. Er sei dann über eine rote Ampel gefahren, ohne sich des Haltesignals bewusst gewesen zu sein. Dadurch ereignete sich der tödliche Zusammenstoß.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Freiheitsstrafe unter anderem wegen Mordes gefordert. Die Verteidigung forderte eine bewährungsfähige Strafe. Der Haftbefehl wurde aufgehoben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Verkehrsunfall ereignete sich am 7. März 2024 in Mülheim an der Ruhr. Im Bereich einer Kreuzung kollidierte der Wagen des Angeklagten mit dem Kleinwagen der Eheleute. Die 46-jährige Frau starb trotz Notoperation noch in der Nacht. Ihr damals 46-jähriger Mann und ihr zehnjähriger Sohn erlitten schwere Verletzungen. Auch der Angeklagte sowie sein 25-jähriger Beifahrer wurden schwer verletzt.

(W.Novokshonov--DTZ)

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