Deutsche Tageszeitung - Polizei findet Schusswaffe auf von Rechtsextremen genutzten Hof in Niedersachsen

Polizei findet Schusswaffe auf von Rechtsextremen genutzten Hof in Niedersachsen


Polizei findet Schusswaffe auf von Rechtsextremen genutzten Hof in Niedersachsen
Polizei findet Schusswaffe auf von Rechtsextremen genutzten Hof in Niedersachsen / Foto: © AFP/Archiv

Bei der Durchsuchung der Wohnung eines 18-Jährigen auf einem von Rechtsextremen genutzten Hof in Niedersachsen haben Polizisten eine Schusswaffe beschlagnahmt. Diese werde nun waffenrechtlich überprüft, teilte die Polizei in Celle am Mittwoch mit. Die Durchsuchung fand demnach am Dienstagabend statt. Sie wurde durch Aufnahmen eines Fernsehsenders ausgelöst, auf denen unter anderem zu sehen war, wie der 18-jährige Bewohner mit einer Schusswaffe hantierte.

Textgröße ändern:

Das Gehöft in Eschede im Landkreis Celle gehört nach Angaben von Polizei und Verfassungsschutz der rechtsextremen NPD-Nachfolgepartei Die Heimat und wird für Aktivitäten der rechtsextremistischen Szene genutzt. Unter anderem organisierte die Jugendorganisation der Partei dort Veranstaltungen.

Nach Polizeiangaben waren die Aufnahmen von dem Jugendlichen mit der Waffe in einem am Dienstag von einem Fernsehsender im Internet veröffentlichten Programmhinweis zu sehen, mit dem dieser einen Beitrag über das unter dem Namen "Heimathof" bekannte Grundstück ankündigte. Noch vor der Ausstrahlung des Berichts am Dienstagabend rückten Einsatzkräfte demnach zur Razzia an.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

Zwei lange im Iran inhaftierte Franzosen sind auf dem Weg nach Paris

Inmitten des Krieges ist ein französisches Paar nach drei Jahren Haft im Iran freigekommen und zur Rückkehr nach Frankreich aufgebrochen. "Es ist eine große Erleichterung für uns alle und natürlich auch für ihre Familien", schrieb Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Dienstag im Onlinedienst X. Er dankte dem Sultanat Oman für seine Vermittlung im Fall von Cécile Kohler und Jacques Paris.

Landgericht lehnt Anklage von Klimaaktivistin wegen krimineller Vereinigung ab

Das Landgericht Flensburg hat die Eröffnung eines Prozesses gegen eine mutmaßliche Klimaaktivistin der Gruppierung Letzte Generation wegen des Vorwurfs der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und der Störung öffentlicher Betriebe abgelehnt. Es ließ die von der Staatsanwaltschaft Flensburg gegen die 33-Jährige erhobene Anklage nach Angaben vom Dienstag nur "deutlich eingeschränkt" zu. Sie soll sich nun vor einem Amtsgericht wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs verantworten.

Macron: Zwei im Iran inhaftierte Franzosen sind auf dem Weg nach Paris

Zwei lange im Iran inhaftierte Franzosen sind frei und haben das Land verlassen. "Cécile Kohler und Jacques Paris sind nach dreieinhalb Jahren Haft im Iran auf dem Weg nach Frankreich", schrieb Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Dienstag im Onlinedienst X. Er dankte dem Oman für seine Vermittlung.

Mordurteile in Stuttgarter Raserprozess: Lebenslang und 13 Jahre Haft

In einem als Mordfall eingestuften Raserprozess mit zwei Toten sind am Dienstag in Stuttgart drei Männer verurteilt worden. Das Landgericht Stuttgart verurteilte den Hauptangeklagten G. wegen Mordes zu lebenslanger Haft und seinen Bruder I. wegen versuchten Mordes zu 13 Jahren Gefängnis, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Ein dritter Angeklagter erhielt eine Strafe von einem Jahr auf Bewährung.

Textgröße ändern: