Deutsche Tageszeitung - Ex-Freundin von Rapper Combs beendet Aussage vor Gericht

Ex-Freundin von Rapper Combs beendet Aussage vor Gericht


Ex-Freundin von Rapper Combs beendet Aussage vor Gericht
Ex-Freundin von Rapper Combs beendet Aussage vor Gericht / Foto: © AFP

Im Prozess gegen den US-Rapper Sean "Diddy" Combs hat dessen Ex-Freundin Casandra Ventura nach vier Tagen ihre Aussage vor Gericht beendet. Die als "Cassie" bekannte Sängerin musste sich am Freitag in New York nochmal im Kreuzverhör scharfen Fragen von Combs' Verteidigung stellen. Dabei ging es unter anderem um 20 Millionen Dollar (rund 18 Millionen Euro), die sie im Zuge einer zivilrechtlichen Einigung mit dem Rap-Mogul erhalten hatte.

Textgröße ändern:

"Ich würde dieses Geld zurückgeben, wenn ich nie an Freak Offs hätte teilnehmen müssen", sagte die hochschwangere Ventura mit tränenerstickter Stimme. Als "Freak Offs" bezeichnete Combs seine ausschweifenden Drogen- und Sexpartys. Combs' Behandlung habe dazu geführt, dass sie sich "wertlos" gefühlt habe, sagte die 38-Jährige.

Combs' Anwältin Anna Estevao präsentierte den Geschworenen in New York während des Kreuzverhörs erneut Textnachrichten des früheren Liebespaars. Damit versuchte sie Zweifel an Venturas Aussagen zu säen, der Rapper habe sie zur Teilnahme an Sex- und Drogenpartys gezwungen.

"Ich habe mir Sorgen um meine Sicherheit gemacht", sagte Ventura dazu. "Ich habe mir Sorgen um meine Karriere gemacht. Aber ich war auch verliebt in ihn, deswegen habe ich mir Sorgen gemacht, dass er nicht mehr mit mir zusammen sein will."

Nachdem Ventura den Zeugenstand verlassen hatte, verlas ihr Anwalt Douglas Wigdor eine Erklärung der Sängerin. Die Tage im Gericht seien "äußerst herausfordernd", aber auch "heilend" gewesen. "Ich bin froh, dieses Kapitel meines Lebens abzuschließen."

Combs werden zahlreiche Sexualstraftaten bis hin zur Vergewaltigung zur Last gelegt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 55-Jährigen vor, Frauen und Männer sexuell missbraucht und mit Drohungen und Gewalt zur Teilnahme an Drogen- und Sex-Partys genötigt zu haben.

Der Rapper und Produzent weist die Vorwürfe zurück. Der Prozess in New York ist auf acht bis zehn Wochen angesetzt. Im Falle eines Schuldspruchs droht Combs lebenslange Haft.

(P.Hansen--DTZ)

Empfohlen

Nach tödlichem Autorennen: Kosovare darf ausgewiesen werden

Nach einem tödlichen Autorennen in Nordrhein-Westfalen darf ein verurteilter Mann aus dem Kosovo aus Deutschland ausgewiesen werden. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf wies die Klage des Manns ab, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Der Mann hatte bei dem illegalen Autorennen an Ostern 2019 in Moers den Tod einer 43-jährige Frau verursacht. Er wurde später zu fünf Jahren Haft verurteilt.

25-Jähriger stirbt nach Messerangriff in Hessen - Jugendlicher verdächtig

Rund einen Monat nach einem Messerangriff im hessischen Hanau ist ein 25-Jähriger an seinen schweren Verletzungen gestorben. Der Mann lag zuvor mehrere Wochen im Koma, wie die Polizei in Offenbach am Mittwoch mitteilte. Ende März sei er dann gestorben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen eines Tötungsdelikts.

Zwei Franzosen nach jahrelanger Haft im Iran wieder zuhause

Ein mehr als drei Jahre im Iran inhaftiertes Paar aus Frankreich ist wieder frei und am Mittwoch in die Heimat zurückgekehrt. Cécile Kohler und Jacques Paris wurden am Morgen am Pariser Flughafen Charles-de-Gaulle von Mitarbeitern des Krisenstabs des französischen Außenministeriums in Empfang genommen und trafen anschließend ihre Familien. Präsident Emmanuel Macron empfing sie später im Garten des Elysée-Palastes.

Zwei im Iran freigelassene Franzosen nach Frankreich zurückgekehrt

Ein jahrelang im Iran inhaftiertes Paar aus Frankreich ist wieder frei und am Morgen in die Heimat zurückgekehrt. Cécile Kohler und Jacques Paris wurden nach ihrer Ankunft am Mittwochmorgen am Pariser Flughafen Charles-de-Gaulle von Mitarbeitern des Krisenstabs des französischen Außenministeriums in Empfang genommen, wie die Nachrichtenagentur AFP aus informierten Kreisen erfuhr. Sie sollten zunächst ihre Familien treffen, später wollte Präsident Emmanuel Macron sie im Elysée-Palast empfangen.

Textgröße ändern: