Deutsche Tageszeitung - Luxusuhren von Handgelenken gerissen: Haftstrafen für vier Räuber in München

Luxusuhren von Handgelenken gerissen: Haftstrafen für vier Räuber in München


Luxusuhren von Handgelenken gerissen: Haftstrafen für vier Räuber in München
Luxusuhren von Handgelenken gerissen: Haftstrafen für vier Räuber in München / Foto: © AFP/Archiv

Das Landgericht München I hat eine Bande von Uhrenräubern verurteilt, die in München und Düsseldorf Luxusuhren von den Handgelenken ihrer Besitzer rissen. Bei den Taten seien die Geschädigten teils erheblich verletzt worden, hieß es in dem am Donnerstag verkündeten Urteil. Die vier Angeklagten sollen zwischen sechs Jahren und acht Monaten sowie sieben Jahren und vier Monaten ins Gefängnis.

Textgröße ändern:

Das Gericht verurteilte die Angeklagten wegen schweren Raubs, schweren Bandendiebstahls und gefährlicher Körperverletzung. So habe einer der Geschädigten bei der Tat aufgrund eines Würgegriffs eine Verletzung des Kehlkopfs erlitten. Nur in einem Fall sei eine Uhr ohne Gewalt gestohlen worden.

Wie das Gericht mitteilte, gingen die aus Italien stammenden Angeklagten hochprofessionell vor. Ihre Opfer hätten sie umfassend ausgekundschaftet. Alle Angeklagten hätten eine "Uhrenräuberausbildung" gemacht und sich teils Monate vorbereitet. Ihre Arbeit teilten die Männer demnach auf, dazu gehörte auch die Flucht auf Motorrollern und in Autos.

Die erbeuteten Uhren waren durchgehend sehr wertvoll. In einem Fall konnte ein Mann seine Uhr in einen Gully werfen und so vor dem Verlust retten. Allein der Wert dieser Uhr habe bei 160.000 Euro gelegen, hieß es.

Die Bande war bei der letzten Tat auf frischer Tat erwischt worden. Bei der Strafzumessung berücksichtigte das Gericht auch die erheblichen Folgen für die Opfer, von denen einige nun Angst hätten, vor die Tür zu gehen.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

15 Jahre Haft für "Ketamin-Queen" nach Drogentod von "Friends"-Darsteller Perry

Zweieinhalb Jahre nach dem Drogentod des US-Schauspielers Matthew Perry hat ein kalifornisches Gericht dessen frühere Dealerin am Mittwoch zu 15 Jahren Haft verurteilt. Die als "Ketamin-Queen" bekannt gewordene 42-jährige Jasveen Sangha hatte eingeräumt, Perry mit der tödlichen Dosis des Betäubungsmittels Ketamin versorgt zu haben.

Fast 200 Festnahmen nach Schusswechsel vor israelischem Konsulat in Istanbul

Nach dem Schusswechsel vor dem israelischen Konsulat in Istanbul am Dienstag haben türkische Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben am Mittwoch fast 200 Verdächtige festgenommen. Justizminister Akin Gürlek sprach im Onlinedienst X von einer "zeitgleichen Operation in 34 Provinzen gegen die Terrororganisation Daesh" - die arabische Abkürzung für die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Die Zahl der Festgenommenen gab er mit 198 an.

Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy beschuldigt Ex-Machthaber Gaddafi

Im Berufungsverfahren um libysche Wahlkampfgelder hat Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy den verstorbenen libyschen Machthaber Muammar Gaddafi beschuldigt, die Vorwürfe gegen ihn selbst in die Welt gesetzt zu haben. Gaddafi habe aus "Hass" gehandelt, weil er nicht ertragen habe, dass Sarkozy zum Sturz der libyschen Führung beigetragen habe, sagte der ehemalige französische Präsident am Mittwoch vor Gericht. "Ich war der Erste, der den Nationalen Übergangsrat (der libyschen Aufständischen) anerkannt hatte. Das war eine schlimme Beleidigung für Gaddafi", betonte er.

Nach tödlichem Autorennen: Kosovare darf ausgewiesen werden

Nach einem tödlichen Autorennen in Nordrhein-Westfalen darf ein verurteilter Mann aus dem Kosovo aus Deutschland ausgewiesen werden. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf wies die Klage des Manns ab, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Der Mann hatte bei dem illegalen Autorennen an Ostern 2019 in Moers den Tod einer 43-jährige Frau verursacht. Er wurde später zu fünf Jahren Haft verurteilt.

Textgröße ändern: