Deutsche Tageszeitung - Antisemitismusbeauftragter warnt nach Tat in Washington vor Nachahmern

Antisemitismusbeauftragter warnt nach Tat in Washington vor Nachahmern


Antisemitismusbeauftragter warnt nach Tat in Washington vor Nachahmern
Antisemitismusbeauftragter warnt nach Tat in Washington vor Nachahmern / Foto: © AFP

Nach dem tödlichen Angriff auf zwei Mitarbeiter der israelischen Botschaft in Washington hat der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, vor Nachahmern in Deutschland gewarnt. "Es steht zu befürchten, dass solche Taten Nachahmer finden, auch auf unseren Straßen", sagte er am Donnerstag den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Wir sollten daher als Gesellschaft sensibilisiert sein, und die Sicherheitsmaßnahmen für jüdische Einrichtungen sollten auch in Deutschland verstärkt werden."

Textgröße ändern:

In der US-Hauptstadt waren am Mittwochabend (Ortszeit) ein Mitarbeiter und eine Mitarbeiterin der israelischen Botschaft in der Nähe des Jüdischen Museums erschossen worden. Der getötete Mann hatte auch die deutsche Staatsangehörigkeit. Nach Angaben der Polizei rief der mutmaßliche Täter bei seiner Festnahme "Free Celestine" (Freiheit für Palästina).

Vieles deute auf eine antisemitische Motivation des mutmaßlichen Täters hin, sagte Klein und sprach von einem "schrecklichen" Angriff. "Das zeigt einmal mehr die tödliche Dimension von praxisbezogenem Antisemitismus." Dieser führe immer wieder dazu, dass Jüdinnen und Juden weltweit zum Ziel von gewalttätigem Hass würden.

Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, erklärte zu dem Angriff, dieser "trifft auch uns hier in Deutschland". Der gewaltbereite Hass auf jüdische Menschen und Israel "bedroht die jüdische Gemeinschaft - und mit ihr die freien, demokratischen Gesellschaften". Wo sich jüdische Menschen nicht mehr frei und sicher bewegen könnten, sei indes auch die Freiheit und Sicherheit aller anderen Menschen gefährdet, warnte Knobloch.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

200 Rinder gestohlen: Viehdiebe in Polen und Brandenburg festgenommen

Nach dem Diebstahl von rund 200 Rindern an mehreren Orten in Brandenburg sitzen zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Ein 41-Jähriger wurde am Donnerstag vergangener Woche bei einer Durchsuchung in Polen festgenommen, wie die Polizei am Mittwoch in Potsdam mitteilte. Seinen 46-jährigen mutmaßlichen Komplizen fassten die Beamten am selben Tag an einer Raststätte an einer Autobahn in Brandenburg.

Polizeihubschrauber in Karlsruhe im Einsatz: Mann klettert über Bauzaun an BGH

In Karlsruhe hat es einen größeren Polizeieinsatz gegeben, weil ein Mann über einen Bauzaun am Bundesgerichtshof (BGH) kletterte. Er betrat das Gelände am späten Dienstagabend unrechtmäßig, wie ein Polizeisprecher in der baden-württembergischen Stadt am Mittwoch mitteilte. Bei der Suche nach dem Mann war auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz.

Tatverdächtiger nach tödlichem Raubüberfall auf 84-Jährige in Hannover ermittelt

Rund vier Wochen nach einem tödlichen Raubüberfall auf eine 84-Jährige in Hannover ist ein Verdächtiger ermittelt worden. Es handle sich um einen derzeit in anderer Sache in Haft sitzenden 29-Jährigen, wie die Polizei in der niedersächsischen Landeshauptstadt am Mittwoch mitteilte. Intensive Ermittlungen hätten zu ihm geführt, hieß es. Ihm wird ein Raub mit Todesfolge zur Last gelegt.

Seit Tagen vermisster Taucher tot aus Starnberger See geborgen

Einsatzkräfte haben aus dem Starnberger See die Leiche eines tagelang vermissten Tauchers geborgen. Wie er zu Tode kam, war zunächst unklar, wie die Polizei in Ingolstadt am Mittwoch erklärte. Hinweise auf ein Verbrechen gab es demnach aber nicht. Der 63-Jährige war seit Samstag vermisst worden. Er war mit zwei Freunden an der Allmannshauser Steilwand, einem beliebten Tauchziel, unterwegs.

Textgröße ändern: