Deutsche Tageszeitung - Bewährungsstrafe für Hamburger Krankenschwester nach Bestehlen von Patient rechtskräftig

Bewährungsstrafe für Hamburger Krankenschwester nach Bestehlen von Patient rechtskräftig


Bewährungsstrafe für Hamburger Krankenschwester nach Bestehlen von Patient rechtskräftig
Bewährungsstrafe für Hamburger Krankenschwester nach Bestehlen von Patient rechtskräftig / Foto: © AFP/Archiv

Weil sie einem Herzinfarktpatienten den Geldbeutel stahl, ist eine Krankenschwester rechtskräftig zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Das Oberlandesgericht Hamburg bestätigte nach Angaben vom Freitag das Urteil gegen die Angeklagte. Das Landgericht der Hansestadt hatte gegen sie wegen Diebstahls und anderer Delikte eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verhängt.

Textgröße ändern:

Es sah als erwiesen an, dass die Krankenpflegerin rauchend vor der Tür der Klinik gestanden hatte, als der Patient mit dem Rettungswagen ankam. Neben ihm auf der Liege habe sein Geldbeutel gelegen. Darin waren unter anderem Kreditkarte und Girocard sowie handschriftlich notiert die Geheimzahlen dazu. Der Geldbeutel fiel herunter, was Patient und Rettungskräfte nicht bemerkten.

Die Krankenschwester hob das Portemonnaie heimlich auf und ging damit weg. Sie hob 1860 Euro vom Konto des Patienten ab. Dieser starb wenig später an den Folgen des Infarkts. Gegen das Urteil des Landgerichts wandte sich die Krankenschwester an das Oberlandesgericht. Dieses fand bei seiner Überprüfung aber keine Rechtsfehler, das Urteil wurde rechtskräftig.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

15 Jahre Haft für "Ketamin-Queen" nach Drogentod von "Friends"-Darsteller Perry

Zweieinhalb Jahre nach dem Drogentod des US-Schauspielers Matthew Perry hat ein kalifornisches Gericht dessen frühere Dealerin am Mittwoch zu 15 Jahren Haft verurteilt. Die als "Ketamin-Queen" bekannt gewordene 42-jährige Jasveen Sangha hatte eingeräumt, Perry mit der tödlichen Dosis des Betäubungsmittels Ketamin versorgt zu haben.

Fast 200 Festnahmen nach Schusswechsel vor israelischem Konsulat in Istanbul

Nach dem Schusswechsel vor dem israelischen Konsulat in Istanbul am Dienstag haben türkische Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben am Mittwoch fast 200 Verdächtige festgenommen. Justizminister Akin Gürlek sprach im Onlinedienst X von einer "zeitgleichen Operation in 34 Provinzen gegen die Terrororganisation Daesh" - die arabische Abkürzung für die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Die Zahl der Festgenommenen gab er mit 198 an.

Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy beschuldigt Ex-Machthaber Gaddafi

Im Berufungsverfahren um libysche Wahlkampfgelder hat Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy den verstorbenen libyschen Machthaber Muammar Gaddafi beschuldigt, die Vorwürfe gegen ihn selbst in die Welt gesetzt zu haben. Gaddafi habe aus "Hass" gehandelt, weil er nicht ertragen habe, dass Sarkozy zum Sturz der libyschen Führung beigetragen habe, sagte der ehemalige französische Präsident am Mittwoch vor Gericht. "Ich war der Erste, der den Nationalen Übergangsrat (der libyschen Aufständischen) anerkannt hatte. Das war eine schlimme Beleidigung für Gaddafi", betonte er.

Nach tödlichem Autorennen: Kosovare darf ausgewiesen werden

Nach einem tödlichen Autorennen in Nordrhein-Westfalen darf ein verurteilter Mann aus dem Kosovo aus Deutschland ausgewiesen werden. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf wies die Klage des Manns ab, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Der Mann hatte bei dem illegalen Autorennen an Ostern 2019 in Moers den Tod einer 43-jährige Frau verursacht. Er wurde später zu fünf Jahren Haft verurteilt.

Textgröße ändern: