Deutsche Tageszeitung - Abgelehnter Asylbewerber aus Türkei scheitert trotz Ausbildung mit Widerspruch

Abgelehnter Asylbewerber aus Türkei scheitert trotz Ausbildung mit Widerspruch


Abgelehnter Asylbewerber aus Türkei scheitert trotz Ausbildung mit Widerspruch
Abgelehnter Asylbewerber aus Türkei scheitert trotz Ausbildung mit Widerspruch / Foto: © AFP/Archiv

Ein abgelehnter Asylbewerber aus der Türkei ist in Schleswig-Holstein trotz laufender Friseurausbildung in einem Eilverfahren vor Gericht unterlegen. Die Ablehnung des Asylantrags des 19-Jährigen durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sei "nicht zu beanstanden", entschied das Verwaltungsgericht Schleswig am Freitag. Es gebe bei ihm "keine hinreichenden Anhaltspunkte für eine flüchtlingsrelevante Verfolgungsgefahr" bei einer Rückkehr in die Türkei. (Az. 10 B 123/25)

Textgröße ändern:

Auch die Ausbildung, die der Kläger aktuell bei einem Friseur in Flensburg absolviere, ändert laut Urteil nichts an der Ablehnung des Eilantrags. Das Bundesamt habe eine Abschiebeandrohung nur dann zu unterlassen, wenn ein Schutzsuchender über einen Aufenthaltstitel verfüge. Eine Ausbildung sei aber keiner, hieß es in dem unanfechtbaren Beschluss.

Eine sogenannte Ausbildungsduldung könne nur durch die Ausländerbehörde erteilt werden, führte das Gericht aus. Im vorliegenden Fall sei aber nicht mitgeteilt worden, dass eine entsprechende Ausbildungsduldung vorliege. Sie stünde zudem einer etwaigen Abschiebeandrohung durch das Bundesamt nicht entgegen. Die Ausbildung sei daher gar nicht zu berücksichtigen gewesen.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

15 Jahre Haft für "Ketamin-Queen" nach Drogentod von "Friends"-Darsteller Perry

Zweieinhalb Jahre nach dem Drogentod des US-Schauspielers Matthew Perry hat ein kalifornisches Gericht dessen frühere Dealerin am Mittwoch zu 15 Jahren Haft verurteilt. Die als "Ketamin-Queen" bekannt gewordene 42-jährige Jasveen Sangha hatte eingeräumt, Perry mit der tödlichen Dosis des Betäubungsmittels Ketamin versorgt zu haben.

Fast 200 Festnahmen nach Schusswechsel vor israelischem Konsulat in Istanbul

Nach dem Schusswechsel vor dem israelischen Konsulat in Istanbul am Dienstag haben türkische Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben am Mittwoch fast 200 Verdächtige festgenommen. Justizminister Akin Gürlek sprach im Onlinedienst X von einer "zeitgleichen Operation in 34 Provinzen gegen die Terrororganisation Daesh" - die arabische Abkürzung für die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Die Zahl der Festgenommenen gab er mit 198 an.

Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy beschuldigt Ex-Machthaber Gaddafi

Im Berufungsverfahren um libysche Wahlkampfgelder hat Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy den verstorbenen libyschen Machthaber Muammar Gaddafi beschuldigt, die Vorwürfe gegen ihn selbst in die Welt gesetzt zu haben. Gaddafi habe aus "Hass" gehandelt, weil er nicht ertragen habe, dass Sarkozy zum Sturz der libyschen Führung beigetragen habe, sagte der ehemalige französische Präsident am Mittwoch vor Gericht. "Ich war der Erste, der den Nationalen Übergangsrat (der libyschen Aufständischen) anerkannt hatte. Das war eine schlimme Beleidigung für Gaddafi", betonte er.

Nach tödlichem Autorennen: Kosovare darf ausgewiesen werden

Nach einem tödlichen Autorennen in Nordrhein-Westfalen darf ein verurteilter Mann aus dem Kosovo aus Deutschland ausgewiesen werden. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf wies die Klage des Manns ab, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Der Mann hatte bei dem illegalen Autorennen an Ostern 2019 in Moers den Tod einer 43-jährige Frau verursacht. Er wurde später zu fünf Jahren Haft verurteilt.

Textgröße ändern: