Deutsche Tageszeitung - Erneut Bewährungsstrafe in Fall von tödlich von Podest gestürztem Mann in Hessen

Erneut Bewährungsstrafe in Fall von tödlich von Podest gestürztem Mann in Hessen


Erneut Bewährungsstrafe in Fall von tödlich von Podest gestürztem Mann in Hessen
Erneut Bewährungsstrafe in Fall von tödlich von Podest gestürztem Mann in Hessen / Foto: © AFP/Archiv

Im Fall eines von einem Podest aus rund sieben Metern in den Tod gestürzten Manns hat das Landgericht im nordhessischen Kassel einen Bauleiter erneut zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Schuldig gesprochen wurde der heute 70-Jährige wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch mitteilte.

Textgröße ändern:

Die zuständige Kammer sah es in ihrem Urteil vom Dienstag als erwiesen an, dass der Mann für die mangelhafte Stabilität einer Feuerleiter verantwortlich war, was zu dem Unfall führte. Im August 2022 hatten sich drei Männer zum Rauchen auf einem Podest einer Feuerleiter im zweiten Stock aufgehalten, die an der Außenfassade an einem Mehrfamilienhaus angebracht war.

Nach kurzer Zeit löste sich die Verankerung des Podests, die Konstruktion kippte weg. Zwei der Männer stürzten mehr als sieben Meter in die Tiefe. Einer von ihnen überlebte den Sturz nicht. Nach Ansicht des Gerichts hatte der heute 70-Jährige Dübel benutzt, die nicht für die Konstruktion ausreichten.

Das Amtsgericht Kassel hatte ihn bereits im vergangenen Juli in erster Instanz wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt. Diese Strafe reduzierte das Landgericht nun auf neun Monate.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Amoklauf an Gymnasium in bayerischem Schongau: 16-Jähriger war polizeibekannt

Nach dem Amoklauf eines 16-Jährigen an einem Gymnasium im oberbayerischen Schongau ist der mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft genommen worden. Ein Ermittlungsrichter erließ am Donnerstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II Haftbefehl gegen den Beschuldigten wegen zweifachen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung, wie das Polizeipräsidium in Rosenheim mitteilte. Er befindet sich in einer Justizvollzugsanstalt.

13-Jährige stirbt bei Verkehrsunfall in Brandenburg - Fahrer nahm wohl Drogen

Bei einem Verkehrsunfall in Brandenburg ist eine 13-Jährige tödlich verletzt worden. Der 47 Jahre alte Fahrer und eine Achtjährige wurden schwer verletzt, wie die Polizei in Brandenburg an der Havel am Donnerstag mitteilte. Demnach ereignete sich der Unfall am Mittwochabend auf einer Bundesstraße zwischen Rathenow und Steckelsdorf.

Scheinrechnungen mit Millionenschaden: Verdächtiger nach zehn Jahren verhaftet

Nach über zehnjähriger Flucht haben Ermittler aus Nordrhein-Westfalen den Kopf einer mutmaßlichen Bande verhaftet, die mit Scheinrechnungen im Baugewerbe einen Millionenschaden verursacht haben soll. Der Mann befindet sich in Untersuchungshaft, wie das Hauptzollamt Duisburg am Donnerstag mitteilte. Die Bande soll jahrelang Firmen aus der Bau-, Gerüstbau- und Gebäudereinigungsbranche mit Scheinrechnungen sowie Schwarzgeld versorgt haben.

Eilklagen gegen Abstimmung über Reformen scheitern vor Bundesverfassungsgericht

Zwischenerfolg für die Bundesregierung: Der Bundestag kann noch vor der Sommerpause und damit in dieser Woche über die geplante Reform der gesetzlichen Krankenversicherung abstimmen. Eilanträge aus der Opposition dagegen scheiterten am Donnerstag vor dem Bundesverfassungsgericht. Karlsruhe gab außerdem grünes Licht für eine mögliche Entscheidung über das neue Heizungsgesetz. (Az. 2 BvE 4/26, 2 BvQ 47/26 und 2 BvE 3/26)

Textgröße ändern: