Deutsche Tageszeitung - Schuss auf Zwölfjährigen: Prozess gegen 14-Jährigen in Baden-Württemberg begonnen

Schuss auf Zwölfjährigen: Prozess gegen 14-Jährigen in Baden-Württemberg begonnen


Schuss auf Zwölfjährigen: Prozess gegen 14-Jährigen in Baden-Württemberg begonnen
Schuss auf Zwölfjährigen: Prozess gegen 14-Jährigen in Baden-Württemberg begonnen / Foto: © AFP/Archiv

Im Fall eines durch einen Schuss am Kopf verletzten Kinds in Baden-Württemberg muss sich seit Freitag ein 14-Jähriger vor dem Landgericht Rottweil verantworten. Dem Jugendlichen wird nach Gerichtsangaben unter anderem versuchter Mord vorgeworfen. Laut Anklage soll der 14-Jährige seinem zwölfjährigen Freund am 15. Dezember in den Kopf geschossen haben.

Textgröße ändern:

Die Tat soll bei einem Besuch des Zwölfjährigen bei dem Angeklagten geschehen sein. Der Angeklagte soll zuvor zwei Pistolen fertig geladen zurechtgelegt haben. Beide hielten sich dann gemeinsam im Zimmer des Angeklagten auf.

Dort soll der 14-Jährige laut den Vorwürfen eine Pistole genommen und dem Zwölfjährigen aus kurzer Distanz "auf den Schläfenbereich" geschossen haben. Der Zwölfjährige überlebte, erblindete aber durch die Verletzungen.

Der Angeklagte sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Die Verhandlung läuft vor einer Jugendkammer unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Das Gericht setzte zunächst vier weitere Termine bis zum 14. Juli fest.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Mord an früherer Partnerin: Lebenslange Haft für 37-Jährigen in Leipzig

Wegen der Tötung seiner früheren Partnerin mit mehreren Messerstichen ist ein 37-Jähriger vom Landgericht Leipzig zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht sprach den Angeklagten am Donnerstag unter anderem wegen Mordes schuldig, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Zudem stellte das Gericht die besondere Schwere der Schuld fest, was eine mögliche vorzeitige Haftentlassung des 37-Jährigen praktisch ausschließt.

Radfahrerin stirbt bei Unfall mit Güterzug in Bayern

Eine Radfahrerin ist in Bayern bei einem Unfall mit einem Zug gestorben. Wie die Polizei in Rosenheim am Donnerstag mitteilte, wollte die Frau am Dienstagabend einen unbeschrankten Bahnübergang in Burgkirchen an der Alz überqueren, als sich ein Güterzug näherte. Trotz mehrerer akustischer Warnungen erfasste der Zug die Frau.

Nach Tod von Kind in Krankenhaus: Mutter scheitert vor Gericht mit Klage

Nach dem Tod eines siebenjährigen Jungen in einem Krankenhaus ist seine Mutter vor Gericht mit einer Klage auf Schadenersatz und Schmerzensgeld gescheitert. Das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf sah keine Erfolgsaussicht für eine Berufung der Mutter, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte. Schadenersatz- oder Schmerzensgeldansprüche bestehen demnach nicht. Der zuständige Senat wies ihren Antrag auf Prozesskostenhilfe für ein Berufungsverfahren damit zurück.

In zugeklebten Pappkartons: Mehr als 20 Katzen an Bremer Friedhof ausgesetzt

In Bremen sind an einem Friedhof rund zwei Dutzend Katzen ausgesetzt worden. Insgesamt 20 neugeborene Jungtiere und drei ausgewachsene Katzen seien in zwei zugeklebten Pappkartons zurückgelassen worden, teilte die Polizei in der Hansestadt am Donnerstag mit. Ein Zeuge hörte demnach "leises Miauen" aus den Behältnissen, es folgte ein Polizeieinsatz. Wer die Tiere am Friedhofseingang abgestellt hatte, war unklar. Ermittlungen liefen.

Textgröße ändern: