Deutsche Tageszeitung - Partner absichtlich überfahren: Langjährige Haftstrafe für Frau in Sachsen-Anhalt

Partner absichtlich überfahren: Langjährige Haftstrafe für Frau in Sachsen-Anhalt


Partner absichtlich überfahren: Langjährige Haftstrafe für Frau in Sachsen-Anhalt
Partner absichtlich überfahren: Langjährige Haftstrafe für Frau in Sachsen-Anhalt / Foto: © AFP/Archiv

Weil sie ihren Lebensgefährten in Sachsen-Anhalt absichtlich mit dem Auto überfuhr, ist eine 47-Jährige zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Dessau-Roßlau verhängte gegen die Angeklagte am Montag wegen Totschlags, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und fahrlässiger Trunkenheit im Verkehr eine Freiheitsstrafe von acht Jahren, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

Textgröße ändern:

Der Vorfall hatte sich im vergangenen Oktober in Roßlau ereignet. Der Anklage zufolge gerieten die Angeklagte und ihr Lebensgefährte unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen heftig in Streit. Als die 47-Jährige mit dem Auto wegfahren wollte, setzte sich ihr Partner auf die Motorhaube, um das zu verhindern.

Die Angeklagte soll daraufhin unter starker Beschleunigung angefahren sein, so dass der Mann unter das Fahrzeug geriet. Erst nach etwa 45 Metern soll die Angeklagte angehalten haben und anschließend mehrere Meter rückwärts gefahren sein.

Das Opfer starb an einer Thoraxkompression, also einem Zusammendrücken des Brustkorbs. Zum Prozessauftakt bestritt die Angeklagte eine Tötungsabsicht. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Mord an früherer Partnerin: Lebenslange Haft für 37-Jährigen in Leipzig

Wegen der Tötung seiner früheren Partnerin mit mehreren Messerstichen ist ein 37-Jähriger vom Landgericht Leipzig zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht sprach den Angeklagten am Donnerstag unter anderem wegen Mordes schuldig, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Zudem stellte das Gericht die besondere Schwere der Schuld fest, was eine mögliche vorzeitige Haftentlassung des 37-Jährigen praktisch ausschließt.

Radfahrerin stirbt bei Unfall mit Güterzug in Bayern

Eine Radfahrerin ist in Bayern bei einem Unfall mit einem Zug gestorben. Wie die Polizei in Rosenheim am Donnerstag mitteilte, wollte die Frau am Dienstagabend einen unbeschrankten Bahnübergang in Burgkirchen an der Alz überqueren, als sich ein Güterzug näherte. Trotz mehrerer akustischer Warnungen erfasste der Zug die Frau.

Nach Tod von Kind in Krankenhaus: Mutter scheitert vor Gericht mit Klage

Nach dem Tod eines siebenjährigen Jungen in einem Krankenhaus ist seine Mutter vor Gericht mit einer Klage auf Schadenersatz und Schmerzensgeld gescheitert. Das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf sah keine Erfolgsaussicht für eine Berufung der Mutter, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte. Schadenersatz- oder Schmerzensgeldansprüche bestehen demnach nicht. Der zuständige Senat wies ihren Antrag auf Prozesskostenhilfe für ein Berufungsverfahren damit zurück.

In zugeklebten Pappkartons: Mehr als 20 Katzen an Bremer Friedhof ausgesetzt

In Bremen sind an einem Friedhof rund zwei Dutzend Katzen ausgesetzt worden. Insgesamt 20 neugeborene Jungtiere und drei ausgewachsene Katzen seien in zwei zugeklebten Pappkartons zurückgelassen worden, teilte die Polizei in der Hansestadt am Donnerstag mit. Ein Zeuge hörte demnach "leises Miauen" aus den Behältnissen, es folgte ein Polizeieinsatz. Wer die Tiere am Friedhofseingang abgestellt hatte, war unklar. Ermittlungen liefen.

Textgröße ändern: