Deutsche Tageszeitung - Mann in Bielefeld von Auto mitgerissen und getötet: Fahrer stellt sich Polizei

Mann in Bielefeld von Auto mitgerissen und getötet: Fahrer stellt sich Polizei


Mann in Bielefeld von Auto mitgerissen und getötet: Fahrer stellt sich Polizei
Mann in Bielefeld von Auto mitgerissen und getötet: Fahrer stellt sich Polizei / Foto: © AFP/Archiv

Im Fall eines in Bielefeld von einem Auto mitgerissenen und tödlich verletzten 26-Jährigen hat sich der tatverdächtige Autofahrer bei der Polizei gestellt. Der 22-Jährige erschien am Mittwoch in Begleitung eines Rechtsanwalts bei der Polizei in Bielefeld, wie die Beamten in der nordrhein-westfälischen Stadt sowie die Paderborner Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilten. Dabei äußerte er sich zum Ablauf des tödlichen Vorfalls.

Textgröße ändern:

Der 26-jährige Mann war laut früheren Angaben am Samstagabend in Bielefeld aus dem Auto des 22-Jährigen gestiegen. Dann beugte er sich an der Beifahrerseite für ein Gespräch erneut in den Wagen. Der Fahrer fuhr plötzlich an und beschleunigte stark, so dass der 26-Jährige mitgerissen und tödlich verletzt wurde.

Der 22-Jährige gab demnach bei der Polizei an, er habe den 26-Jährigen nicht weiter mitnehmen wollen, habe Angst vor diesem gehabt und sei dann losgefahren. Er wurde wegen mangelnder Haftgründe nach der Vernehmung nicht festgenommen.

Die Staatsanwaltschaft und die Mordkommission blieben demnach beim Tatvorwurf der fahrlässigen Tötung und des unerlaubten Entfernens vom Unfallort. Da der 22-Jährige keinen Führerschein besaß, wird zudem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt. Die Ermittlungen dauerten an.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Brief an Epstein: Trump-Klage gegen "Wall Street Journal" endgültig abgewiesen

Im Skandal um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat ein US-Richter eine Verleumdungsklage von Präsident Donald Trump gegen das "Wall Street Journal" endgültig abgewiesen. US-Bundesrichter Darrin Gayles aus Florida urteilte am Samstag im Streit um einen mutmaßlichen anzüglichen Trump-Brief an Epstein, der Präsident habe nicht nachgewiesen, dass die Zeitung "böswillig" Falschbehauptungen über ihn veröffentlicht habe.

Streit um Polens Verfassungsgericht: Tusk beklagt Angriff auf "Demokratie und Rechtsstaat"

Im Machtkampf um Polens Verfassungsgericht hat Regierungschef Donald Tusk der nationalkonservativen Opposition einen Angriff auf Demokratie und Rechtsstaat vorgeworfen. "Lasst uns die Dinge beim Namen nennen", sagte Tusk am Samstagabend in einem Onlinevideo. "Seit Jahren gibt es in Polen Organisationen und Politiker, die die Demokratie und den Rechtsstaat zerstören wollen."

Zusammenstöße mit der Polizei nach "GenZ"-Protesten in mehreren Städten

Nach den bundesweiten Jugendprotesten der Gruppierung "GenZ regelt" hat es in mehreren Städten Zusammenstöße mit der Polizei gegeben. In Frankfurt am Main wurden Beamte laut Polizeiangaben am Samstag mit Böllern und Steinen beworfen, die Behörden setzten deswegen Wasserwerfer ein. Mindestens ein Polizist wurde demnach verletzt und musste ärztlich behandelt werden. Am Abend war in Frankfurt nach Polizeiangaben auch ein Polizei-Hubschrauber im Einsatz.

Hunderttausende demonstrieren in Frankreich - erneut gewaltsame Zusammenstöße

In Frankreich sind am dritten Samstag in Folge hunderttausende Menschen gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem auf die Straße gegangen. Nach Angaben des Innenministeriums demonstrierten landesweit 320.000 Menschen, die Veranstalter sprachen von einer halben Million Teilnehmern. In Paris und weiteren Städten kam es erneut zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei, mehr als 290 Menschen wurden festgenommen.

Textgröße ändern: