Deutsche Tageszeitung - Illegale Onlinewetten: Razzia in mehreren europäischen Ländern

Illegale Onlinewetten: Razzia in mehreren europäischen Ländern


Illegale Onlinewetten: Razzia in mehreren europäischen Ländern
Illegale Onlinewetten: Razzia in mehreren europäischen Ländern / Foto: © AFP/Archiv

In mehreren Bundesländern und im europäischen Ausland sind Räumlichkeiten durchsucht worden, die mutmaßlich im Zusammenhang mit illegalen Sportwetten im Internet stehen. Die Täter sollen damit geschätzt einen zweistelligen Millionenbetrag erbeutet haben, wie die Polizei in München am Donnerstag mitteilte. Sie sollen sogenannte schwarze Websites ohne Lizenz betrieben haben.

Textgröße ändern:

Die hierarchisch strukturierte Gruppe habe die technische Infrastruktur bereitgestellt, die Wetten angeboten und selbst darauf gesetzt. Die Wettsteuer von 5,3 Prozent sei nicht abgeführt worden. Die Täter sollen die illegalen Gewinne für einen luxuriösen Lebensstil genutzt haben, wie die Polizei weiter mitteilte. Sie hätten sich mutmaßlich Immobilien, teure Autos und exklusive Reisen geleistet.

Die Ermittlungen von Polizei, Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung in der bayerischen Landeshauptstadt hatten schon im März 2023 begonnen. Das Amtsgericht erließ nun zahlreiche Durchsuchungsbeschlüsse. Insgesamt wurden am Mittwoch den Angaben zufolge 162 Räumlichkeiten durchsucht.

Die Razzia erstreckte sich demnach über Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Hessen, das Saarland, Niedersachsen und Berlin sowie das europäische Ausland, unter anderem Österreich, Spanien und Malta. Knapp 950 Polizeibeamte und Beamte der Steuerfahndung waren im Einsatz. Sie beschlagnahmten Beweismaterial wie Handys, Datenträger und Unterlagen, das nun ausgewertet werden soll.

(W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

Waldbrände in mehreren Ländern Südeuropas: Lage in Südfrankreich besonders angespannt

Waldbrände haben am Wochenende in mehreren Ländern Südeuropas tausende Hektar Vegetation zerstört und die Feuerwehren in Atem gehalten. Besonders angespannt war die Lage am Sonntag in Südfrankreich, wo ein Feuer in den Pyrenäen zwei Menschen schwer verletzte und Auswirkungen auf die für Montag geplante dritte Etappe der Tour de France hat. Auch in Griechenland, Spanien und Portugal kämpften Einsatzkräfte gegen Flammen.

Neue Vorwürfe gegen Reform-UK-Chef Farage wegen nicht offengelegter Geschenke

Der rechtspopulistische britische Parteichef Nigel Farage sieht sich mit neuen Vorwürfen wegen nicht offengelegter Zuwendungen konfrontiert. Die "Sunday Times" berichtete am Sonntag, ein wegen Betrugs verurteilter Krypto-Unternehmer habe vor Farages Einzug ins Parlament für dessen Sicherheit und Mitarbeiter gezahlt. Ein Abgeordneter der Liberaldemokraten forderte daraufhin eine Untersuchung durch den Ethikbeauftragten des Unterhauses. Gegen den Chef der Partei Reform UK läuft bereits eine Untersuchung wegen einer nicht deklarierten Millionenspende eines anderen Krypto-Milliardärs.

Bei Rot über die Ampel: Zwei Tote bei Verkehrsunfall in Niedersachsen

Bei einem schweren Verkehrsunfall im niedersächsischen Papenburg sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein 21-jähriger Autofahrer missachtete in der Nacht zum Sonntag nach derzeitigen Ermittlungen eine rote Ampel und prallte mit seinem Wagen auf ein anderes, von einem 66-Jährigen geführtes Fahrzeug, wie die Polizei in Lingen berichtete. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Wagen gegen ein weiteres Auto geschleudert.

Unbeschwerte Freizeit für alle: Spender zahlt in Schwalmstadt Freibad für Kinder

Ein anonymer Spender aus dem hessischen Schwalmstadt, der in den Sommerferien für alle Kinder unter 16 Jahren den Eintritt in das örtliche Freibad zahlt, hat das mit eigenen Kindheitserinnerungen begründet. Der Zeitung "Hessisch-Niedesächsische Allgemeine" sagte er nach einem Bericht vom Sonntag, dass ein Schwimmbadbesuch bei keinem Kind aus finanziellen Gründen scheitern sollte.

Textgröße ändern: