Deutsche Tageszeitung - Lange Haftstrafen für tödliches Autorennen in Hamburg - keine Mordverurteilung

Lange Haftstrafen für tödliches Autorennen in Hamburg - keine Mordverurteilung


Lange Haftstrafen für tödliches Autorennen in Hamburg - keine Mordverurteilung
Lange Haftstrafen für tödliches Autorennen in Hamburg - keine Mordverurteilung / Foto: © AFP/Archiv

Das Landgericht Hamburg hat zwei Männer wegen eines Autorennens mit einem toten Kind zu Haftstrafen verurteilt. Sie sollen für sieben beziehungsweise siebeneinhalb Jahre ins Gefängnis, wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch mitteilte. Schuldig gesprochen wurden sie unter anderem wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge. Angeklagt waren die beiden Männer wegen Mordes und versuchten Mordes. Deswegen wurden sie allerdings nicht verurteilt.

Textgröße ändern:

Die zuständige Kammer sah es als erwiesen an, dass sich die beiden Männer im August mit ihren Autos ein Rennen geliefert hatten. Dabei rasten sie mit Geschwindigkeiten von bis zu 178 Kilometern pro Stunde durch die Stadt. Einer der Angeklagten prallte mit hoher Geschwindigkeit gegen das Auto einer Frau.

Beide Fahrzeuge wurden auf die Gegenfahrbahn geschleudert und zerstört. Auf der Rückbank im Auto der Frau saßen ihre beiden damals zweijährigen Söhne. Einer von ihnen erlag seinen schweren Verletzungen noch am selben Abend. Sein Zwillingsbruder wurde schwer verletzt.

Mit dem Urteil blieb die Kammer unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Diese hatte in ihrem Plädoyer jeweils lebenslange Haft unter anderem wegen gemeinschaftlichen Mordes beantragt.

Die Verteidigung stellte keine konkreten Haftanträge. Die Anwälte eines der Angeklagten forderten eine "angemessene Freiheitsstrafe" für die Teilnahme an einem nicht erlaubten Kraftfahrzeugrennen. Für den Mitangeklagten forderte die Verteidigung eine Bewährungsstrafe wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung.

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

Nicaragua im Gaza-Prozess. Deutschland verstößt gegen das Völkerrecht

In dem von Nicaragua angestrengten Verfahren gegen Deutschland vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) hat das zentralamerikanische Land Deutschland den Bruch des Völkerrechts vorgeworfen. "Nicaragua beruft sich auf Deutschlands Verantwortung in Verbindung mit mehrfachen Verstößen gegen das Völkerrecht", sagte der Vertreter Nicaraguas, Carlos Jose Argüello Gómez, am zweiten Tag der Anhörungen am Dienstag vor dem Gericht in Den Haag.

Freundin mit Feuerlöscher erschlagen: Psychiatrie für Mann in Hessen

Weil er seine Freundin mit einem Feuerlöscher tötete, hat das Landgericht im hessischen Limburg die dauerhafte Unterbringung eines 65-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Der Mann galt wegen einer psychischen Erkrankung als schuldunfähig, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag sagte.

Goethe-Institute in Russland müssen bis Sonntag Arbeit einstellen

Die drei Goethe-Institute in Russland müssen bis zum kommenden Sonntag ihre Arbeit einstellen. Wie die Generalsekretärin des Goethe-Instituts, Gitte Zschoch, am Dienstag in München mitteilte, erging am Montag eine entsprechende Anordnung der russischen Behörden. Betroffen sind die Goethe-Institute in Moskau, Sankt Petersburg und Nowosibirsk.

48-jähriger Verdächtiger nach Sabotageversuchen an Stromversorgung festgenommen

Im Zusammenhang mit den Sabotageversuchen an der Stromversorgung in mehreren Bundesländern ist der gesuchte Tatverdächtige festgenommen worden. Der 48-Jährige wurde am Dienstag im Umfeld des Kraftwerks Weisweiler gefasst, wie die Polizei in Köln mitteilte. Der Mann hatte bei seiner Festnahme weitere Sprengmittel dabei und leistete keinen Widerstand.

Textgröße ändern: