Deutsche Tageszeitung - Wetterbehörde: 1,3 Meter hohe Tsunamiwelle in Japan verzeichnet

Wetterbehörde: 1,3 Meter hohe Tsunamiwelle in Japan verzeichnet


Wetterbehörde: 1,3 Meter hohe Tsunamiwelle in Japan verzeichnet
Wetterbehörde: 1,3 Meter hohe Tsunamiwelle in Japan verzeichnet / Foto: © AFP

Nach einem schweren Erdbeben vor Russland sind an Japans Küste mehr als einen Meter hohe Flutwellen verzeichnet worden. Wie die japanische Wetterbehörde am Mittwoch mitteilte, erreichte ein Tsunami mit einer Höhe von 1,3 Metern um 13.52 Uhr (Ortszeit, 06.52 MESZ) einen Hafen in Japans nördlicher Präfektur Miyagi. Die zuvor ausgegebene Tsunamiwarnung, wonach Wellen von bis zu drei Metern entlang der japanischen Pazifikküste erwartet wurden, galt demnach weiter.

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Die japanische Wetterbehörde hatte zuvor vor Wellen von bis zu drei Metern an der gesamten Nord- und Ostküste Japans gewarnt. Für die Bucht von Tokio und die Bucht von Osaka wurden Wellen von einem Meter Höhe erwartet. Berichte über Opfer oder Schäden gab es zunächst nicht.

Der Betreiber des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima brachte seine Arbeiter in Sicherheit. "Wir haben alle Arbeiter und Angestellten evakuiert", sagte eine Sprecherin des Akw-Betreibers Tepco am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. In dem Kraftwerk seien keine Auffälligkeiten festgestellt worden, fügte sie hinzu.

Das am Meer gelegene Atomkraftwerk Fukushima war kurz nach einem schweren Seebeben am 11. März 2011 von einem fast 15 Meter hohen Tsunami getroffen worden. Das Kühlsystem des Kraftwerks fiel aus, in drei der sechs Reaktoren kam es zur Kernschmelze. Es war das schlimmste Atomunglück seit der Tschernobyl-Katastrophe von 1986.

Das Erdbeben der Stärke 8,8 hatte sich am Dienstag (Ortszeit) vor der russischen Halbinsel Kamtschatka ereignet. Das schwere Beben hatte zu Tsunamiwarnungen im gesamten Pazifikraum geführt. Das US-Tsunamiwarnzentrum in Honolulu warnte am Dienstag (Ortszeit) vor bis zu drei Meter hohen Wellen unter anderem in Japan, Russland und Hawaii. Auch in Mexiko, Peru und Ecuador gab es örtliche Warnungen.

(V.Varonivska--DTZ)

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