Deutsche Tageszeitung - Mann mit 41 Messerstichen getötet: Acht Jahre Haft wegen Totschlags in Münster

Mann mit 41 Messerstichen getötet: Acht Jahre Haft wegen Totschlags in Münster


Mann mit 41 Messerstichen getötet: Acht Jahre Haft wegen Totschlags in Münster
Mann mit 41 Messerstichen getötet: Acht Jahre Haft wegen Totschlags in Münster / Foto: © AFP/Archiv

Weil er einen Mann mit 41 Messerstichen getötet hat, ist ein 26-Jähriger vom Landgericht Münster zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Der Angeklagte wurde wegen Totschlags verurteilt, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch sagte. Laut Anklage war die Ehefrau des Opfers an dem Tattag im Januar in der Wohnung des Angeklagten. Der Ehemann habe eine intime Beziehung vermutet.

Textgröße ändern:

Der 26-Jährige soll sich wiederum selbst Hoffnung auf eine Beziehung gemacht haben. Der Ehemann habe aus Eifersucht versucht, die Wohnungstür des Angeklagten mit Gewalt zu öffnen. Der Angeklagte öffnete dann überraschend selbst die Tür und stach auf den Ehemann ein. Insgesamt erlitt dieser 41 Stiche und verblutete.

Das Gericht ging laut dem Gerichtssprecher nicht von Notwehr aus. Selbst wenn eine sogenannte Notwehrlage bestanden hätte, habe der Angeklagte sie überschritten. Er habe den Einsatz des Messers nicht vorher angedroht und zudem weiter zugestochen, als der Ehemann bereits schwer verletzt am Boden lag.

Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer neun Jahre Haft wegen Totschlags gefordert. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Frau stirbt nach Attacke mit Messer und Feuer durch Ehemann in Stuttgart

Sechs Wochen nach einer Messer- und Brandattacke durch ihren Ehemann ist eine Frau in Stuttgart an ihren schweren Verletzungen gestorben. Der 54 Jahre alte Tatverdächtige soll sie am 23. Juli an ihrem Arbeitsplatz in einem Einkaufszentrum angegriffen haben, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilten. Er habe die 47-Jährige erst mit einem Messer angegriffen und dann angezündet.

Ermittlungen nach Angriffen auf Umspannwerke wegen Anschlagsverdachts

Nach den Angriffen auf Umspannwerke in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg wird in beiden Fällen wegen des Verdachts von Anschlägen auf die kritische Infrastruktur ermittelt. "Es besteht der Anfangsverdacht einer verfassungsfeindlichen Sabotage", sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf vor Journalisten. Die Polizei sprach von einem "Anschlagsgeschehen". In Brandenburg ermitteln die Beamten unter anderem wegen Terrorverdachts. Ein Zusammenhang wurde geprüft.

Zwei Leichen in Mehrfamilienhaus in Bayern: Haftbefehl gegen Verdächtigen

Nach dem Fund zweier Leichen in einem Mehrfamilienhaus im bayerischen Geretsried ist der Tatverdächtige identifiziert. Gegen den 19 Jahre alten Sohn beziehungsweise Enkel der Opfer wurde Haftbefehl wegen Totschlags erlassen, wie die Polizei in Rosenheim am Mittwoch mitteilte. Demnach soll er für den Tod der Frau und ihres erwachsenen Sohns verantwortlich sein.

Stallbrand in Niedersachsen: 120 Schweine verenden

Bei einem Stallbrand in Niedersachsen sind 120 Schweine verendet. Keines der Tiere im Stall überlebte, wie die Polizei in Cloppenburg am Mittwoch mitteilte. Demnach brach das Feuer am Dienstagvormittag in Molbergen aus. Wegen des starken Rauchs sollten Anwohner Fenster und Türen geschlossen halten. Rund 70 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Textgröße ändern: