Deutsche Tageszeitung - Marokkanischer Spion in Düsseldorf zu Bewährungsstrafe verurteilt

Marokkanischer Spion in Düsseldorf zu Bewährungsstrafe verurteilt


Marokkanischer Spion in Düsseldorf zu Bewährungsstrafe verurteilt
Marokkanischer Spion in Düsseldorf zu Bewährungsstrafe verurteilt / Foto: © AFP/Archiv

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat einen Mann wegen Spionage für einen marokkanischen Geheimdienst zu einer Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren auf Bewährung verurteilt. Die Strafe erging wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit, wie das Gericht am Montag mitteilte. Nach Feststellungen des Senats arbeitete der 32-jährige Youssef El A. seit Anfang 2022 für den marokkanischen Auslandsgeheimdienst.

Textgröße ändern:

Demnach spähte der Angeklagte Anhänger der oppositionellen marokkanischen Hirak-Protestbewegung aus. Konkret gab er über einen Mittelsmann Informationen zu zwei in Deutschland lebenden Anhängern der Bewegung weiter. Der Mittelsmann war bereits im August 2023 zu einem Jahr und neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Urteil gegen ihn ist rechtskräftig.

In dem Prozess gegen El A. hatte der Generalbundesanwalt eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten beantragt. Die Verteidigerin plädierte für eine milde Strafe. Der Angeklagte war laut Gerichtsangaben "vollumfänglich geständig", was bei der Strafzumessung berücksichtigt wurde. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

Venezuelas wichtigster Flughafen nimmt nach verheerendem Erdbeben Betrieb wieder auf

Rund zehn Wochen nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela hat der wichtigste Flughafen des Landes wieder seinen Betrieb aufgenommen. Der bei den Beben schwer beschädigte internationale Flughafen Simón Bolívar nahe der Hauptstadt Caracas sei am Dienstag nach intensiven Reparaturarbeiten wieder für Passagierflüge geöffnet worden, sagte der venezolanische Verkehrsminister Francisco Garcés. Nach Angaben des Flughafens hob eine erste Passagiermaschine um 10.00 Uhr Ortszeit Richtung Mexiko ab. Eine halbe Stunde später sei dann ein anderes Flugzeug gelandet.

Nepals Außenminister nennt Sturzflut "Warnsignal" für Risiken des Klimawandels

Der verheerende Gletscherabbruch in Nepal und die darauffolgende tödliche Sturzflut sind nach Ansicht des nepalesischen Außenministers Shisir Khanal ein "Warnsignal" für die wachsenden Risiken, die der Klimawandel für sein Land darstellt. "Wir rufen die internationale Gemeinschaft auf, das sich verändernde Klima im Himalaya als dringendes Problem zu betrachten", sagte er am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.

Fährunglück vor Nordzypern: Schiffswrack in Tiefe von 550 Metern geortet

Nach dem tödlichen Fährunglück vor Nordzypern haben Einsatzkräfte das Wrack mithilfe einer Unterwasserdrohne geortet. Das gesunkene Schiff sei in einer Tiefe von 550 Metern entdeckt worden, erklärte Nordzyperns Präsident Tufan Erhürman am Dienstag. Die Suche nach den Vermissten werde fortgesetzt.

Weltkriegsbombe in Wilhelmshaven entschärft: Mehr als 13.000 Betroffene

Wegen der Entschärfung einer Weltkriegsbombe in Wilhelmshaven haben am Dienstag rund 13.600 Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen. Die Fünfzentnerbombe von US-Bauart wurde nach Angaben der niedersächsischen Stadt am Montag bei Arbeiten auf dem Gelände des sogenannten Marinearsenals entdeckt. Während der Entschärfung wurde ein Sperrkreis mit einem Radius von einem Kilometer eingerichtet.

Textgröße ändern: