Deutsche Tageszeitung - Erdbeben in Afghanistan: Opferzahl steigt auf mehr als 900 Tote und 3000 Verletzte

Erdbeben in Afghanistan: Opferzahl steigt auf mehr als 900 Tote und 3000 Verletzte


Erdbeben in Afghanistan: Opferzahl steigt auf mehr als 900 Tote und 3000 Verletzte
Erdbeben in Afghanistan: Opferzahl steigt auf mehr als 900 Tote und 3000 Verletzte / Foto: © AFP

Nach dem Erdbeben in Afghanistan ist die Zahl der Toten auf mehr als 900 gestiegen. Wie die Katastrophenschutzbehörde am Dienstag mitteilte, wurden zudem mehr als 3000 Verletzte registriert. Fast alle Opfer seien aus der am schlimmsten betroffenen Provinz Kunar gemeldet worden, sagte der Behördensprecher Mohammed Hamad der Nachrichtenagentur AFP. In der benachbarten Provinz Nangarhar wurden demnach nur zwölf Tote und einige hundert Verletzte registriert.

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Das Beben der Stärke 6,0 hatte sich in der Nacht zum Montag in der Nähe der Großstadt Dschalalabad im Osten Afghanistans ereignet. Die Taliban-Regierung hatte zunächst mehr als 800 Menschen Tote und mehr als 2700 Verletzte gemeldet. Die Katastrophenschutzbehörde geht nach Angaben des Sprechers aber davon aus, dass die Opferzahl vermutlich noch weiter ansteigen wird, da die Rettungs- und Bergungsarbeiten in der entlegenen Bergregion an der Grenze zu Pakistan andauern.

Die Einsätze der Rettungskräfte gestalten sich schwierig. Nach Angaben der UNO waren einige der am schlimmsten betroffenen Bergdörfer in Kunar wegen verschütteter Straßen zunächst nicht zu erreichen. Hinzu kommt, dass die humanitäre Lage in Afghanistan infolge der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban im August 2021 ohnehin katastrophal ist. Der Westen hat seine Hilfen seitdem stark zurückgefahren.

(M.Dorokhin--DTZ)

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