Deutsche Tageszeitung - Mercedes EQS schafft mit Festkörperbatterie Reichweite von 1200 Kilometer

Mercedes EQS schafft mit Festkörperbatterie Reichweite von 1200 Kilometer


Mercedes EQS schafft mit Festkörperbatterie Reichweite von 1200 Kilometer
Mercedes EQS schafft mit Festkörperbatterie Reichweite von 1200 Kilometer / Foto: © AFP

Der Autohersteller Mercedes hat mit einem Elektrofahrzeug des Typs EQS und einer neuartigen Festkörperbatterie erfolgreich eine Demonstrationsfahrt über eine Strecke von 1205 Kilometer absolviert, ohne zwischendurch nachladen zu müssen. Die Fahrt auf der Strecke von Stuttgart nach Malmö setze "neue Maßstäbe in der Elektromobilität und zeigt eindrucksvoll das Potenzial und die Alltagstauglichkeit einer zukünftigen Batterietechnologie", erklärte das Unternehmen am Dienstag.

Textgröße ändern:

Am Zielort Malmö war demnach sogar noch eine Restreichweite von 137 Kilometer vorhanden. Damit sei "bewiesen, dass diese Technologie nicht nur im Labor, sondern auch unter realen Bedingungen überzeugt", erklärte Mercedes. Eingesetzt wurde den Angaben zufolge eine Lithium-Metall-Festkörperbatterie in einem leicht modifizierten EQS-Fahrzeug. Durch ein pneumatisches System gelang es laut den Unternehmensangaben, den nutzbaren Energieinhalt der Batterie um 25 Prozent zu steigern. Gewicht und Größe seien mit der einer EQS-Standardbatterie vergleichbar gewesen.

"Die Festkörperbatterie ist ein echter Gamechanger für die Elektromobilität", erklärte der für Entwicklung zuständige Mercedes-Benz-Vorstand Markus Schäfer. "Unser Ziel ist es, Innovationen wie diese bis zum Ende der Dekade in die Serienproduktion zu bringen und unseren Kunden ein neues Maß an Reichweite und Komfort zu bieten", kündigte er an. Auch weitere Hersteller arbeiten derzeit an der Serienproduktion von Elektroautos mit einer Reichweite von mehr als tausend Kilometer, allerdings bislang durchweg im hochpreisigen Segment.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

Empfohlen

Oberstes US-Gericht hält Missbrauchsurteil gegen Trump aufrecht

US-Präsident Donald Trump muss der Journalistin E. Jean Carroll fünf Millionen Dollar (rund 4,4 Millionen Euro) Entschädigung wegen sexuellen Missbrauchs und späterer Verleumdung zahlen. Trump scheiterte am Montag vor dem Obersten Gericht der USA mit dem Versuch, das Urteil aus unterer Instanz aufheben zu lassen. Der Supreme Court in Washington wies den Fall ohne Angabe von Gründen ab.

Polizei nennt Schusswaffenangriff mit sechs Toten in Stade "Familientragödie"

Bei dem Schusswaffenangriff in einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade mit sechs Toten hat es sich nach Polizeiangaben um eine "erweiterte Familientragödie" gehandelt. Es gehe "nicht in Richtung Femizid oder auch politischer Hintergrund", sagte ein Polizeisprecher in Lüneburg am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Das Motiv für die Gewalttat liege vielmehr "im Umfeld der Jugendhilfeeinrichtung begründet".

Baby aus Klinik entführt: 18-jährige Verdächtige kommt vorläufig in Psychiatrie

Nach der zwischenzeitlichen Entführung eines Neugeborenen aus einem Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen soll die 18-jährige Tatverdächtige vorläufig in eine Psychiatrie. Das Amtsgericht Hagen ordnete die einstweilige Unterbringung der Tatverdächtigen in einer psychiatrischen Einrichtung an, wie die Staatsanwaltschaft in Hagen und die Polizei in Iserlohn am Montag mitteilten. Die Staatsanwaltschaft hatte dies zuvor beantragt.

In Thüringen getötete Frau: Tatverdächtiger in Polen festgenommen

Nach einem Tötungsdelikt an einer jungen Frau im thüringischen Greiz ist in Polen ein 35-jähriger Tatverdächtiger festgenommen worden. Er steht in dringendem Verdacht, die 20-Jährige getötet zu haben, wie das Landeskriminalamt (LKA) in Erfurt und die Staatsanwaltschaft Gera am Montag mitteilten.

Textgröße ändern: