Deutsche Tageszeitung - Fahrerloses Auto ruft US-Polizei mit illegalem Wendemanöver auf den Plan

Fahrerloses Auto ruft US-Polizei mit illegalem Wendemanöver auf den Plan


Fahrerloses Auto ruft US-Polizei mit illegalem Wendemanöver auf den Plan
Fahrerloses Auto ruft US-Polizei mit illegalem Wendemanöver auf den Plan / Foto: © AFP/Archiv

Mit einer ungewöhnlichen "Premiere" ist die Polizei in San Bruno im US-Bundesstaat Kalifornien konfrontiert worden: Nachdem die Beamten auf der Straße direkt vor ihnen ein illegales Wendemanöver beobachteten, hielten sie den vermeintlichen Verkehrssünder an - nur um dann festzustellen, dass niemand am Steuer des Taxis saß. Trotz des offensichtlichen Verstoßes ließen die Polizisten das fahrerlose Fahrzeug ohne Knöllchen wieder ziehen. "Da es keinen menschlichen Fahrer gab, konnte kein Strafzettel ausgestellt werden", erklärte die Polizei.

Textgröße ändern:

In den Strafzettelheften der Polizei gebe es "kein Feld für 'Roboter'", teilten die Ordnungshüter der südlich von San Francisco gelegenen Stadt in den Online-Netzwerken mit. Die Behörde bezeichnete den Vorfall, der sich demnach bereits am Freitagabend ereignete, als "Premiere". Das Unternehmen Waymo, das die selbstfahrenden Taxis betreibt, sei über das Problem informiert worden.

Auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP erklärte Waymo, dass sein autonomes Fahrsystem so konzipiert sei, dass es die Regeln einhalte. "Wir untersuchen diese Situation und sind bestrebt, die Verkehrssicherheit durch unsere kontinuierlichen Erkenntnisse und Erfahrungen zu verbessern", hieß es.

Waymo betreibt Flotten von fahrerlosen Taxis unter anderem in der Gegend um San Francisco und Los Angeles in Kalifornien. Trotz des ungewohnten Anblicks mit leerem Vordersitz und von selbst drehendem Lenkrad erfreuen sich die mit einer Reihe von Sensoren ausgestatteten Fahrzeuge bei Kundinnen und Kunden wachsender Beliebtheit.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

"Rufschädigung": Stiftung verklagt britischen Prinzen Harry

Die einst von Prinz Harry mitgegründete Stiftung Sentebale für HIV-Infizierte in Afrika verklagt den jüngeren Sohn des britischen Königs wegen "Rufschädigung". Die Organisation Sentebale erklärte am Freitag, sie fordere unter anderem eine Entschädigung, nachdem eine "koordinierte Medienkampagne" im März 2025 "ihre Tätigkeit behindert und ihren Ruf geschädigt" habe. Als "Architekten" der Kampagne werden Prinz Harry und der britische Politikberater Mark Dyer genannt, der früher Treuhänder von Sentebale war.

Macron und Leo XIV. rufen zu Frieden in der Welt auf

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Papst Leo XIV. haben vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs zu Frieden in der Welt aufgerufen. "Angesichts der Brüche in der Welt ist der Einsatz für Frieden Pflicht und Anspruch", erklärte Macron am Freitag nach seiner ersten Privataudienz bei dem aus den USA stammenden Leo XIV. Der Papst verurteilte die "sinnlose und unmenschliche Gewalt" im Nahen Osten.

Epstein-Skandal: Weiter Rätselraten über Melania Trumps Auftritt

Nach den überraschenden Äußerungen von Melania Trump zum Epstein-Skandal herrscht Rätselraten über ihre Motive. US-Präsident Donald Trump sagte am Donnerstag (Ortszeit) einer Reporterin des Senders MS NOW, er habe nichts von dem Auftritt seiner Ehefrau im Weißen Haus gewusst. Medien veröffentlichten derweil eine Email aus den Epstein-Akten, die Melania Trump zugeschrieben wird.

Pentagon und Vatikan weisen Bericht über "bittere Standpauke" für Papst-Gesandten zurück

Das Pentagon und der Vatikan haben einen US-Medienbericht zurückgewiesen, wonach der Gesandte des Heiligen Stuhls wegen kritischer Äußerungen von Papst Leo XIV. über die Anwendung militärischer Gewalt zu einer "bitteren Standpauke" einbestellt worden sei. Der Bericht des US-Nachrichtenportals The Free Press sei "stark übertrieben und verzerrt", erklärte das US-Verteidigungsministerium am Donnerstag (Ortszeit) im Onlinedienst X. Das Treffen im Januar sei vielmehr "respektvoll und vernünftig" gewesen. Vatikan-Sprecher Matteo Bruni teilte in einer Erklärung mit, der Bericht "entspreche in keiner Weise der Wahrheit."

Textgröße ändern: