Deutsche Tageszeitung - Gericht: Berliner CDU durfte Spenden in Höhe von 800.000 Euro annehmen

Gericht: Berliner CDU durfte Spenden in Höhe von 800.000 Euro annehmen


Gericht: Berliner CDU durfte Spenden in Höhe von 800.000 Euro annehmen
Gericht: Berliner CDU durfte Spenden in Höhe von 800.000 Euro annehmen / Foto: © AFP/Archiv

Die Berliner CDU hat einer Gerichtsentscheidung zufolge zwei Spenden eines Immobilienunternehmers in Höhe von insgesamt 800.000 Euro annehmen dürfen. Es liege kein Verstoß gegen das Parteiengesetz vor, entschied das Verwaltungsgericht in der Bundeshauptstadt am Dienstag laut Mitteilung. Es wies damit eine entsprechende Klage der Satirepartei Die Partei ab.

Textgröße ändern:

Der Berliner CDU-Landesverband hatte die beiden Spenden demnach im Jahr 2020 erhalten. Nach öffentlichen Äußerungen des Immobilienunternehmers entstand der Verdacht der Einflussnahme. Die Bundestagsverwaltung leitete daraufhin ein Prüfverfahren wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Parteiengesetz ein. Nach Anhörung der CDU im Jahr 2023 wurde das Verfahren jedoch eingestellt. In der Folge reichte die Satirepartei Klage ein, die nun abgewiesen wurde.

Laut Verwaltungsgericht war die zuständige Kammer nicht davon überzeugt, dass der Immobilienunternehmer während der Spendenleistung "eine konkrete Erwartung gegenüber einer spendenannahmeberechtigten Person der Berliner CDU geäußert habe". Der Unternehmer habe glaubhaft eingeräumt, in seinen öffentlichen Äußerungen gelogen zu haben.

Zudem habe er nachvollziehbar dargelegt, dass die Motivation für seine Spenden darin bestanden habe, die bürgerliche Mitte und den Wahlkampf der CDU zu stärken. Die Kammer habe daher keine Anhaltspunkte für eine rechtswidrige Spendenannahme gesehen. Gegen das Urteil kann die Zulassung der Berufung beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg beantragt werden.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Zahl der Toten nach Sturzflut im Himalaya steigt weiter - mehr als 2400 Vermisste

Zwei Tage nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya steigt die Zahl der Toten weiter. Nach Behördenangaben aus Nepal, China und Indien wurden bislang nahezu 600 Tote registriert, fast 2500 Menschen werden noch vermisst. Unter den Vermissten ist dem Auswärtigen Amt zufolge noch "eine hohe einstellige Zahl deutscher Staatsbürger". Aus Furcht vor einer neuerlichen Flutwelle aus einem neu entstandenen Stausee wurden die Such- und Rettungsarbeiten am Freitag stundenlang unterbrochen.

Zahl der Toten und Vermissten nach Sturzflut im Himalaya steigt weiter

Zwei Tage nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya ist die Zahl der Toten auf mindestens 584 gestiegen, mindestens 2482 Menschen werden noch immer vermisst, darunter hunderte ausländische Touristen. Eine vierköpfige deutsche Familie wurde unterdessen nach AFP-Informationen gerettet. Aus Furcht vor einer neuerlichen Flutwelle aus einem neu entstandenen Stausee wurden die Such- und Rettungsarbeiten am Freitag stundenlang unterbrochen, die Menschen wurden aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen.

Hackergruppe erpresst Berlin nach Datenklau - offenbar Millionenforderung

Nach dem Datendiebstahl bei einem Hackerangriff wird das Land Berlin erpresst. "Berlin ist Opfer einer schweren Straftat geworden", sagte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) am Freitag. Die Forderung sei am frühen Donnerstagabend eingetroffen. Darauf werde jedoch nicht eingegangen, betonte Wegner: "Das Land Berlin wird sich nicht erpressen lassen." Laut einem Pressebericht verlangen die Erpresser rund zwei Millionen Euro.

Norwegen trauert um langjährigen Monarchen Harald V. - Sohn Haakon ist neuer König

Die Norweger trauern um ihren langjährigen Monarchen: Nach mehr als dreieinhalb Jahrzehnten auf dem Thron ist König Harald V. am Freitag im Alter von 89 Jahren gestorben. Haralds Sohn trat als Haakon VIII. dessen Nachfolge an, seine Frau Mette-Marit ist die neue Königin des Landes. Der Tod des dienstältesten Monarchen Europas löste international große Anteilnahme aus. Vor dem Palast in Oslo versammelten sich tausende Menschen, um Harald V. die letzte Ehre zu erweisen.

Textgröße ändern: