Deutsche Tageszeitung - Berlin: Anklage wegen Millionenbetrugs mit Sterbegeldversicherungen

Berlin: Anklage wegen Millionenbetrugs mit Sterbegeldversicherungen


Berlin: Anklage wegen Millionenbetrugs mit Sterbegeldversicherungen
Berlin: Anklage wegen Millionenbetrugs mit Sterbegeldversicherungen / Foto: © AFP/Archiv

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen eine Gruppe mutmaßlicher Betrüger erhoben, die mit Versicherungen für die Rückführung verstorbener Muslime in ihre Heimatländer mehr als eine Million Euro erbeutet haben soll. Die sieben Männer im Alter von 38 bis 67 Jahren betrieben laut Staatsanwaltschaft Bestattungsunternehmen.

Textgröße ändern:

Bei einer Versicherungsgesellschaft gaben die Beschuldigten der Anklage zufolge 2362 Menschen an, die angeblich entsprechende Versicherungen für den Todesfall abschlossen. Tatsächlich gab es diese Menschen aber gar nicht - oder sie wussten nichts von den Vertragsabschlüssen.

Die Betrüger kassierten jeweils die Provision - von März 2017 bis Februar 2018 insgesamt 1,14 Millionen Euro. Diese ließen sie sich an eigens für den Betrug gegründete Gesellschaften auszahlen. Das Geld teilten sie laut Staatsanwaltschaft untereinander auf.

Angeklagt sind die Männer wegen 19 Taten des gewerbs- und badenmäßigen Betrugs. Über die Zulassung entscheidet nun das Amtsgericht Tiergarten.

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

Trump: Habe Putin um Freilassung von US-Bürger Hubbard gebeten

US-Präsident Donald Trump hat den russischen Staatschef Wladimir Putin nach eigenen Angaben um die Freilassung des seit Jahren inhaftierten US-Bürgers Stephen Hubbard gebeten. Es sei an der Zeit, Hubbard zurückzuholen, sagte Trump am Dienstag in Washington. Der Lehrer im Ruhestand war im Oktober 2024 in Moskau wegen angeblichen "Söldnertums" für die Ukraine zu einer Haftstrafe von fast sieben Jahren verurteilt worden.

Italienische Regierung schickt nach Ausschreitungen 500 Soldaten nach Mailand

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen in Mailand schickt Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni 500 Soldaten in die Großstadt. Die Soldaten sollten bis Jahresende in Mailand bleiben und die Polizei unterstützen, erklärte Meloni am Dienstag nach einer Kabinettsitzung. "Es gibt das Recht zu demonstrieren, aber nicht, unsere Städte zu plündern", sagte die rechtsgerichtete Regierungschefin in einem Online-Video.

Tod von 53 Migranten in Texas: Schleuser zu 30 Jahren Haft verurteilt

Gut vier Jahre nach dem Tod von 53 Migranten in einem überhitzten Lastwagen im US-Bundesstaat Texas ist einer der Schleuser zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Der 39-Jährige aus Guatemala sei mitverantwortlich für den Tod der Menschen gewesen, die von Mexiko aus in die USA gelangen wollten, erklärte die Staatsanwaltschaft am Dienstag zu dem Urteil des Bundesgerichts in San Antonio.

Kreise: Erstes Abschiebezentrum von EU-Ländern in Drittstaat soll in Ruanda entstehen

Das erste Abschiebezentrum von EU-Ländern in einem Drittstaat wird voraussichtlich in Ruanda entstehen. Eine Vereinbarung zwischen dem afrikanischen Land und den fünf EU-Mitgliedstaaten, die die Einrichtung solcher Zentren vorantreiben, könnte bereits im nächsten Monat unterzeichnet werden, wie die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus mit den Verhandlungen vertrauten Kreisen erfuhr. Ruanda wird seit langem als mögliches Aufnahmeland genannt und ist den Angaben zufolge inzwischen der klare Favorit.

Textgröße ändern: