Deutsche Tageszeitung - Berlin: Anklage wegen Millionenbetrugs mit Sterbegeldversicherungen

Berlin: Anklage wegen Millionenbetrugs mit Sterbegeldversicherungen


Berlin: Anklage wegen Millionenbetrugs mit Sterbegeldversicherungen
Berlin: Anklage wegen Millionenbetrugs mit Sterbegeldversicherungen / Foto: © AFP/Archiv

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen eine Gruppe mutmaßlicher Betrüger erhoben, die mit Versicherungen für die Rückführung verstorbener Muslime in ihre Heimatländer mehr als eine Million Euro erbeutet haben soll. Die sieben Männer im Alter von 38 bis 67 Jahren betrieben laut Staatsanwaltschaft Bestattungsunternehmen.

Textgröße ändern:

Bei einer Versicherungsgesellschaft gaben die Beschuldigten der Anklage zufolge 2362 Menschen an, die angeblich entsprechende Versicherungen für den Todesfall abschlossen. Tatsächlich gab es diese Menschen aber gar nicht - oder sie wussten nichts von den Vertragsabschlüssen.

Die Betrüger kassierten jeweils die Provision - von März 2017 bis Februar 2018 insgesamt 1,14 Millionen Euro. Diese ließen sie sich an eigens für den Betrug gegründete Gesellschaften auszahlen. Das Geld teilten sie laut Staatsanwaltschaft untereinander auf.

Angeklagt sind die Männer wegen 19 Taten des gewerbs- und badenmäßigen Betrugs. Über die Zulassung entscheidet nun das Amtsgericht Tiergarten.

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

Hackergruppe erpresst Berlin nach Datenklau - offenbar Millionenforderung

Nach dem Datendiebstahl bei einem Hackerangriff wird das Land Berlin erpresst. "Berlin ist Opfer einer schweren Straftat geworden", sagte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) am Freitag. Die Forderung sei am frühen Donnerstagabend eingetroffen. Darauf werde jedoch nicht eingegangen, betonte Wegner: "Das Land Berlin wird sich nicht erpressen lassen." Laut einem Pressebericht verlangen die Erpresser rund zwei Millionen Euro.

Norwegen trauert um langjährigen Monarchen Harald V. - Sohn Haakon ist neuer König

Die Norweger trauern um ihren langjährigen Monarchen: Nach mehr als dreieinhalb Jahrzehnten auf dem Thron ist König Harald V. am Freitag im Alter von 89 Jahren gestorben. Haralds Sohn trat als Haakon VIII. dessen Nachfolge an, seine Frau Mette-Marit ist die neue Königin des Landes. Der Tod des dienstältesten Monarchen Europas löste international große Anteilnahme aus. Vor dem Palast in Oslo versammelten sich tausende Menschen, um Harald V. die letzte Ehre zu erweisen.

Berlin wird nach Hackerangriff auf Landesbehörden erpresst

Nach einem Hackerangriff auf die Berliner Landesbehörden wird das Land Berlin erpresst. "Das Land Berlin ist Opfer einer schweren Straftat geworden", sagte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) am Freitag vor Journalisten. Die Forderung sei am frühen Donnerstagabend eingetroffen. Darauf werde jedoch nicht eingegangen, betonte Wegner. "Das Land Berlin wird sich nicht erpressen lassen."

Gewalttat an Brandenburger Schule: Haftantrag wegen zweier Morde gegen 19-Jährigen

Einen Tag nach der Tötung einer 18-jährigen Schülerin und eines 30-jährigen Erziehers an einer Schule in Brandenburg ist Haftantrag gegen den festgenommenen Verdächtigen gestellt worden. Dem 19-Jährigen werde zweifacher Mord aus niedrigen Beweggründen vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft in Frankfurt an der Oder am Freitag mit. Die Gewalttat ereignete sich am Donnerstag in der Gemeinde Gosen-Neu Zittau an der Landesgrenze zu Berlin.

Textgröße ändern: