Deutsche Tageszeitung - Schusswaffenangriff auf regierungstreue Demonstranten vor Parlament in Belgrad

Schusswaffenangriff auf regierungstreue Demonstranten vor Parlament in Belgrad


Schusswaffenangriff auf regierungstreue Demonstranten vor Parlament in Belgrad
Schusswaffenangriff auf regierungstreue Demonstranten vor Parlament in Belgrad / Foto: © AFP

Bei einem Schusswaffenangriff auf ein Lager regierungstreuer Demonstranten vor dem Parlament in Serbien ist mindestens ein Mensch verletzt worden. Als mutmaßlicher Täter sei ein Rentner festgenommen worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Der Mann habe in Belgrad mehrere Schüsse abgegeben und ein Zelt in dem von Unterstützern von Präsident Aleksandar Vucic errichteten Lager in Brand gesetzt. Der Staatschef sprach von einer "schrecklichen, terroristischen Attacke".

Textgröße ändern:

Das improvisierte Lager von Vucic-Anhängern blockiert in der Hauptstadt seit mehreren Monaten Straßen vor dem Parlament und einem nahegelegenen Park. Sie wollen mit ihrer Aktion nach eigenen Angaben ihre Unterstützung für den Präsidenten demonstrieren, der seit fast einem Jahr mit Protesten gegen seine Regierung konfrontiert ist.

Am Mittwoch drang laut Polizeiangaben ein Mann in ein Zelt in dem Lager ein und gab mehrere Schüsse ab. Anschließend habe er ein Feuer entfacht, das die Explosion einer kleinen Gasflasche ausgelöst habe, wodurch es zum Brand kam. Der Mann sei wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Gefährdung der Allgemeinheit festgenommen worden, erklärte die Polizei.

In Serbien gibt es seit knapp einem Jahr regelmäßig heftige Proteste gegen die Regierung von Vucic und die im Land herrschende Korruption. Auslöser war der Einsturz des Bahnhofsvordachs in der Stadt Novi Sad am 1. November 2024, bei dem 16 Menschen ums Leben kamen. Der Hauptbahnhof war erst wenige Monate zuvor nach dreijährigen Renovierungsarbeiten wieder voll in Betrieb gegangen.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Kraftstoff ausgegangen: Autofahrer wird auf A7 von Lkw erfasst und stirbt

Ein Autofahrer, der seinen wegen Spritmangels liegen gebliebenen Wagen von der Autobahn schieben wollte, ist in Schleswig-Holstein von einem Lastwagen erfasst worden und ums Leben gekommen. Das Unglück passierte nach Polizeiangaben in der Nacht zum Donnerstag auf der A7 zwischen den Anschlussstellen Großenaspe und Bad Bramstedt.

EKD-Ratsvorsitzende sieht in Osterbotschaft Hoffnung in Zeiten von Krieg

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs, hat angesichts der Verunsicherung der Menschen durch Krisen und Kriege die Osterbotschaft als "elementare Quelle von Hoffnung und Halt" bezeichnet. Fehrs erklärte am Donnerstag, "die Osterbotschaft der Auferstehung Jesu Christi ist eine der machtvollsten Hoffnungsgeschichten, die wir kennen".

Mann in den USA wegen Todesdrohungen gegen Trump auf Facebook festgenommen

Die US-Bundesbehörden haben einen Mann wegen Todesdrohungen gegen US-Präsident Donald Trump im Online-Netzwerk Facebook festgenommen. Das US-Justizministerium teilte am Mittwoch mit, dass der 45 Jahre alte Andrew Emerald zwischen Mai und Juli 2025 insgesamt acht Botschaften mit Drohungen gegen Trump auf Facebook veröffentlicht habe. Ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Zwei Menschen bei Messerangriff in Solingen lebensgefährlich verletzt

Bei einem Messerangriff im nordrhein-westfälischen Solingen sind zwei Menschen lebensgefährlich verletzt worden. Ein 46-Jähriger habe bei einem Streit auf offener Straße auf einen 48-Jährigen eingestochen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Wuppertal am Mittwochabend mit. Ein 52-Jähriger, der bei dem Streit habe schlichten wollen, sei ebenfalls von dem 46-Jährigen mit dem Messer attackiert worden. Die beiden lebensgefährlich verletzten Männer seien ins Krankenhaus gebracht und operiert worden.

Textgröße ändern: