Deutsche Tageszeitung - Polizei nach Brand bei COP30: "Unregelmäßigkeiten" bei Sicherheitsfirmen

Polizei nach Brand bei COP30: "Unregelmäßigkeiten" bei Sicherheitsfirmen


Polizei nach Brand bei COP30: "Unregelmäßigkeiten" bei Sicherheitsfirmen
Polizei nach Brand bei COP30: "Unregelmäßigkeiten" bei Sicherheitsfirmen / Foto: © AFP

Nach dem Brand bei der Weltklimakonferenz in Belém hat die brasilianische Polizei über Unregelmäßigkeiten bei den Sicherheitsmaßnahmen informiert. Die Bundespolizei teilte am Freitag mit, sie sei in den vergangenen Wochen bei Kontrollen auf illegal betriebene Sicherheitsfirmen gestoßen, die mit der Überwachung und Sicherheit von Bereichen des Konferenzgeländes beauftragt worden seien.

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Laut Polizei gab es private Sicherheitsfirmen, die ohne Genehmigung gearbeitet und "unrechtmäßig" Metalldetektoren und Funkgeräte verwendet hätten. Außerdem habe es Wachpersonal ohne die erforderliche Genehmigung gegeben. Die Bundespolizei machte in der Folge nach eigenen Angaben zwei illegale Firmen dicht und leitete vier Verfahren wegen Verstößen ein.

Am Donnerstagnachmittag war bei den Länderpavillons in der Nähe des Eingangsbereichs der Klimakonferenz ein Feuer mit meterhohen Flammen ausgebrochen. Mitten in der entscheidenden Phase der Klimaverhandlungen wurde das gesamte Gelände evakuiert, zehntausende Konferenzteilnehmer brachten sich in Sicherheit. Nach Angaben von Rettungskräften wurden 19 Menschen behandelt, weil sie Rauch eingeatmet hatten, und zwei weitere wegen Angstzuständen.

Laut UN-Klimasekretariat entstand nur ein "begrenzter Schaden". Nach einer Sicherheitsüberprüfung des Konferenzgeländes durch die Feuerwehr wurde es am Donnerstagabend wieder geöffnet.

Im Umfeld der Organisatoren war nach dem Brand von "operativen Schwierigkeiten" kurz vor Beginn der COP die Rede. UN-Klimasekretär Simon Stiell hatte sich zu Beginn der Konferenz in einem Brief an die Ausrichter über Probleme mit der Sicherheit, der Klimaanlage und Wasserlecks beschwert.

Mehrere Teilnehmer berichteten in den vergangenen Tagen über Probleme mit den Elektrokabeln. Außerdem tropfte Wasser von der Decke der riesigen provisorischen Konferenzzelte. Zwei Quellen berichteten unter Berufung auf die Organisatoren, dass eine elektrische Überlastung den Brand verursacht haben könnte.

In der ersten Konferenzwoche hatte es zwei Sicherheitsvorfälle bei der UN-Klimakonferenz in Belém (COP30) gegeben. Am zweiten Tag verschafften sich Dutzende indigene Demonstranten Zugang zur COP30, es kam zu gewaltsamen Zusammenstößen mit Sicherheitskräften. Zwei Tage später blockierten Indigene etwa zwei Stunden lang friedlich den Haupteingang des Konferenzgeländes.

(V.Korablyov--DTZ)

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