Deutsche Tageszeitung - Familie in Sorge um Hongkonger Demokratie-Aktivisten und Verleger Jimmy Lai

Familie in Sorge um Hongkonger Demokratie-Aktivisten und Verleger Jimmy Lai


Familie in Sorge um Hongkonger Demokratie-Aktivisten und Verleger Jimmy Lai
Familie in Sorge um Hongkonger Demokratie-Aktivisten und Verleger Jimmy Lai / Foto: © AFP

Die Familie des seit fünf Jahren in Hongkong inhaftierten Demokratie-Aktivisten und Medienunternehmers Jimmy Lai hat sich besorgt über den Gesundheitszustand des 77-Jährigen geäußert. Der an Diabetes erkrankte Lai, der am Montag 78 Jahre alt wird, werde ohne Klimaanlage in einer Einzelzelle festgehalten, in der im Sommer Temperaturen von bis zu 44 Grad Celsius herrschten, sagten Lais Kinder der Nachrichtenagentur AFP in Washington.

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Ihr Vater sei deutlich abgemagert und geschwächt, sagte Claire Lai. Insgesamt habe sich Lais Zustand deutlich verschlechtert.

Die Regierung des chinesischen Sonderverwaltungsgebiets wies Berichte über Lais Haftbedingungen als "Verdrehung von Fakten" zurück. Ziel sei es, das Ansehen der Hongkonger Regierung zu beschmutzen und "die Öffentlichkeit in die Irre zu führen". Lai erhalte in Haft eine "angemessene und umfassende" medizinische Betreuung.

Lais Sohn Sebastien Lai äußerte die Hoffnung, dass sich US-Präsident Donald Trump und der britische Premierminister Keir Starmer gegenüber der chinesischen Regierung für seinen Vater einsetzen. "Es würde zwei Stunden dauern, meinen Vater in ein Flugzeug zu setzen und wegzuschicken", sagte er. Dies wäre eine "humane" und richtige Lösung.

Lai ist einer der bekanntesten Aktivisten der Hongkonger Demokratiebewegung, die inzwischen allerdings von den Behörden mit massivem Druck de facto zum Erliegen gebracht wurde. Der Gründer der Zeitung "Apple Daily" sitzt seit Ende 2020 in Haft. Ihm werden im Zusammenhang mit den pro-demokratischen Protesten in Hongkong "Aufruhr" und "Kollaboration mit ausländischen Kräften" vorgeworfen. Lai drohen mindestens 15 Jahre Haft.

(G.Khurtin--DTZ)

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