Deutsche Tageszeitung - Zerstückelte Frauenleiche ohne Kopf: Polizei in Bonn übernimmt Ermittlungen

Zerstückelte Frauenleiche ohne Kopf: Polizei in Bonn übernimmt Ermittlungen


Zerstückelte Frauenleiche ohne Kopf: Polizei in Bonn übernimmt Ermittlungen
Zerstückelte Frauenleiche ohne Kopf: Polizei in Bonn übernimmt Ermittlungen / Foto: © AFP/Archiv

Im Fall einer zerstückelt in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz aufgefundenen Frauenleiche hat die Polizei in Bonn die Ermittlungen übernommen. Es sei weiterhin unklar, wo die 32-Jährige getötet wurde, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag in der nordrhein-westfälischen Stadt mit. Auch der Kopf der Getöteten sei bisher nicht gefunden worden. Die Frau aus Eritrea hatte vor ihrem Tod in einer kommunalen Flüchtlingsunterkunft in Bonn gelebt.

Textgröße ändern:

Der Fall ist insgesamt rätselhaft. Die Getötete verließ ihre Unterkunft nach derzeitigem Ermittlungsstand am Morgen des 16. Novembers. Ihr drei Monate altes Baby wurde am Abend desselben Tags unversehrt vor einem Kloster im hessischen Waldsolms entdeckt, die Hände der Frau in der folgenden Nacht an der Autobahn 45 bei Olpe in Nordrhein-Westfalen.

Den kopflosen Torso der 32-Jährigen fand ein Spaziergänger erst Ende November, also knapp zwei Wochen später, in einem Wald bei Monreal im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Ein DNA-Test bestätigte nach Ermittlerangaben vom Freitag inzwischen endgültig, dass alle gefundenen Leichenteile zu der zuletzt in Bonn lebenden Frau gehörten.

Geprüft wird demnach weiterhin, ob der Lebensgefährte der Getöteten mit der Tat "in Verbindung" stehen könnte. Er halte sich weiterhin in einem Land außerhalb Europas auf, hieß es am Freitag ohne nähere Einzelheiten.

Nichts deuten außerdem darauf hin, dass es sich bei den beiden Fundorten der Leichenteile um den Tatort handelt. Die Ermittlungen in den Fall würden wegen eines Tötungsdelikts geführt. Diese würden seit Mittwoch zentral von einer Mordkommission der Bonner Polizei geführt.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

Mehrere Unfälle wegen Glätte auf Autobahn 10 in Brandenburg - 19 Verletzte

Aufgrund von Glätte ist es in Brandenburg auf der Autobahn 10 zu Unfällen mit insgesamt 19 Verletzten gekommen. Die Unfälle ereigneten sich am Donnerstagnachmittag in der Nähe des Autobahndreiecks Potsdam, wie ein Sprecher der Feuerwehr in Brandenburg an der Havel der Nachrichtenagentur AFP sagte. Auf beiden Fahrstreifen habe es glatte Flächen gegeben.

Zwei Chinesen in Frankreich wegen Spionage angeklagt

In Frankreich sind zwei Chinesen wegen des Vorwurfs der Spionage für ihr Heimatland angeklagt worden, nachdem sie an einer Airbnb-Unterkunft eine Satellitenschüssel montiert hatten. Die beiden befänden sich in Untersuchungshaft, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag in Paris mit. Zwei weitere Verdächtige, die in diesem Zusammenhang Material geschmuggelt haben sollen, wurden ebenfalls angeklagt.

Tod von 17-Jährigem in Castrop-Rauxel: Ermittler gehen von geplanter Tat aus

Im Fall eines tödlich verletzten 17-Jährigen in Castrop-Rauxel gehen die Ermittler inzwischen von einer geplanten Tat der gleichaltrigen Tatverdächtigen aus. Eine Notwehrhandlung wie von der 17-Jährigen behauptet habe es nicht gegeben, teilten die Staatsanwaltschaft in Dortmund und die Polizei in Recklinghausen am Donnerstag mit.

Tod eines Zugbegleiters bei Ticketkontrolle: Debatte über Konsequenzen

Nach dem gewaltsamen Tod eines Zugbegleiters bei einer Fahrkartenkontrolle in Rheinland-Pfalz ist eine Debatte über die Konsequenzen aus dem Fall voll entbrannt. Vertreter von Gewerkschaften und Bahnbetriebsrat forderten eine Doppelbesetzung und bessere Schutzausrüstung für das Zugpersonal, etwa in Form von Bodycams und Notfallknöpfen. Der Deutsche Richterbund warnte derweil vor reflexhaften Rufen nach Strafrechtsverschärfungen.

Textgröße ändern: