Deutsche Tageszeitung - Mindestens 23 Tote bei Brand in Club in indischem Bundesstaat Goa

Mindestens 23 Tote bei Brand in Club in indischem Bundesstaat Goa


Mindestens 23 Tote bei Brand in Club in indischem Bundesstaat Goa
Mindestens 23 Tote bei Brand in Club in indischem Bundesstaat Goa / Foto: © AFP

Bei einem Brand in einem bei Urlaubern beliebten Club im indischen Goa sind in der Nacht zum Sonntag nach Regierungsangaben mindestens 23 Menschen gestorben. Der Regierungschef von Goa, Pramod Sawant, nannte die Opferzahl im Onlinedienst X. Unter den Toten seien auch mehrere Touristen, schrieb die Nachrichtenagentur Press Trust of India (PTI) unter Berufung auf Behördenmitarbeiter.

Textgröße ändern:

Regierungschef Sawant schrieb von "drei bis vier" toten Touristen. Drei Menschen seien an Brandverletzungen gestorben, die anderen seien erstickt.

Regierungschef Sawant schrieb von einem "schmerzhaften Tag" für seinen Staat. Er habe eine Untersuchung der Umstände des Großbrands angeordnet. Verantwortliche würden "mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft" und jede Fahrlässigkeit "konsequent geahndet".

Lokalmedien berichteten unter Berufung auf die Polizei, dass der Brand vermutlich durch eine "Gasflaschenexplosion" ausgelöst worden sei. Weitere Ermittlungen seien erforderlich. Die Agentur PTI schrieb unter Berufung auf den Regionalparlamentsabgeordneten Michael Lobo, Feuerwehrleute und Polizei hätten die ganze Nacht über Rettungsmaßnahmen ausgeführt. Behördenvertreter würden ähnliche Lokale wie den von dem Großbrand betroffenen Club untersuchen, um ähnliche Vorfälle zu verhindern.

In den am Arabischen Meer gelegenen indischen Bundesstaat Goa reisen jedes Jahr Millionen von Touristen. Beliebt ist die frühere portugiesische Kolonie Goa unter anderem wegen ihres Nachtlebens und ihrer Badestrände.

Brände sind in Indien häufig, unter anderem wegen Mängeln in der Bausubstanz sowie der Überbelegung von Gebäuden und der Missachtung von Sicherheitsvorschriften. Im Mai waren beim Brand eines dreistöckigen Wohngebäudes in der Großstadt Hyderabad mindestens 17 Menschen gestorben.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Millionenbetrug in Corona-Testzentrum: Mehrjährige Haftstrafen in Hannover

Wegen Millionenbetrugs mit Coronaschnelltests während der Pandemie hat das Landgericht Hannover zwei Angeklagte zu Haftstrafen von fünfeinhalb und sechs Jahren verurteilt. Nach Angaben eines Sprechers vom Mittwoch sah es die zuständige Kammer als erwiesen an, dass die beiden Beschuldigten ein Testzentrum in Hannover betrieben und dort zwischen Ende 2021 und Anfang 2023 massenhaft tatsächlich gar nicht erfolgte Tests abrechneten.

Versuchte Sabotage von deutscher Gasversorgung: Razzia in Zusammenhang mit Gazprom

Der Generalbundesanwalt untersucht den Verdacht, dass der Verkauf der Berliner Gazprom-Tochter 2022 die Gasversorgung in Deutschland sabotieren sollte. Am Mittwoch wurden nach Angaben der Karlsruher Behörde Räumlichkeiten in Berlin und Frankfurt am Main durchsucht. Ermittelt wird demnach wegen versuchter verfassungsfeindlicher Sabotage und der Beihilfe zu Verstößen gegen das Außenwirtschaftsgesetz.

Mahnmal für im Nationalsozialismus verfolgte Zeugen Jehovas eingeweiht

Im Berliner Tiergarten ist am Mittwoch das Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas der Öffentlichkeit übergeben worden. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) nannte das Denkmal "eine Verbeugung vor den Opfern des Nationalsozialismus". Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) erklärte, mit dem Mahnmal werde eine Lücke in der deutschen Erinnerungskultur geschlossen.

Versuchter Angriff auf deutsche Gasversorgung: Razzia in Zusammenhang mit Gazprom

Wegen des Verdachts eines versuchten Angriffs auf die deutsche Gasversorgung hat die Bundesanwaltschaft am Mittwoch Räumlichkeiten in Berlin und Frankfurt am Main durchsuchen lassen. Dabei geht es nach Angaben der Karlsruher Behörde um Verkauf und Liquidierung der früheren Tochter des russischen Gazprom-Konzerns, Gazprom Germania, Ende März 2022. Die Firma hielt damals mindestens 25 Prozent der Erdgasspeicherkapazitäten in Deutschland vor.

Textgröße ändern: