Deutsche Tageszeitung - Bestattungsschiff strandet vor Juist - Seenotretter holen Passagiere von Bord

Bestattungsschiff strandet vor Juist - Seenotretter holen Passagiere von Bord


Bestattungsschiff strandet vor Juist - Seenotretter holen Passagiere von Bord
Bestattungsschiff strandet vor Juist - Seenotretter holen Passagiere von Bord / Foto: © AFP/Archiv

Seenotretter haben Passagiere eines vor Juist auf Grund gelaufenen Bestattungsschiffs in Sicherheit gebracht. Das für Seebestattungen vermietete Schiff kam am Samstag auf einer Sandbank vor der ostfriesischen Nordseeinsel fest, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen mitteilte. Schuld waren demnach Wind und Strömung. Einem Seenotrettungsboot mit wenig Tiefgang gelang es, sich dem Havaristen zu nähern.

Textgröße ändern:

Zuvor war ein Seenotrettungskreuzer mit dem Versuch gescheitert, das 21 Meter lange Schiff freizuschleppen. Eine Inselfähre, die ihre Hilfe anbot, kam wegen des flachen Wassers nicht nahe genug heran. Das kleine Seenotrettungsboot übernahm die sieben Passagiere und ein Crewmitglied, zwei weitere Besatzungsmitglieder blieben auf dem Bestattungsschiff.

Der Havarist kam nach DGzRS-Angaben nach einem zweiten gescheiterten Freischleppversuch später aus eigener Kraft frei und steuerte den Hafen von Norddeich auf dem niedersächsischen Festland an. Verletzt wurde niemand. Das Bestattungsschiff wurde den Seenotrettern zufolge von einer Kombination aus starker Gezeitenströmung und Wind auf die Sandbank gedrückt. Es kam weniger als hundert Meter vor Juist fest. Es sei eine "durchaus gefährliche Situation" gewesen, betonte die DGzRS.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Millionenbetrug in Corona-Testzentrum: Mehrjährige Haftstrafen in Hannover

Wegen Millionenbetrugs mit Coronaschnelltests während der Pandemie hat das Landgericht Hannover zwei Angeklagte zu Haftstrafen von fünfeinhalb und sechs Jahren verurteilt. Nach Angaben eines Sprechers vom Mittwoch sah es die zuständige Kammer als erwiesen an, dass die beiden Beschuldigten ein Testzentrum in Hannover betrieben und dort zwischen Ende 2021 und Anfang 2023 massenhaft tatsächlich gar nicht erfolgte Tests abrechneten.

Versuchte Sabotage von deutscher Gasversorgung: Razzia in Zusammenhang mit Gazprom

Der Generalbundesanwalt untersucht den Verdacht, dass der Verkauf der Berliner Gazprom-Tochter 2022 die Gasversorgung in Deutschland sabotieren sollte. Am Mittwoch wurden nach Angaben der Karlsruher Behörde Räumlichkeiten in Berlin und Frankfurt am Main durchsucht. Ermittelt wird demnach wegen versuchter verfassungsfeindlicher Sabotage und der Beihilfe zu Verstößen gegen das Außenwirtschaftsgesetz.

Mahnmal für im Nationalsozialismus verfolgte Zeugen Jehovas eingeweiht

Im Berliner Tiergarten ist am Mittwoch das Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas der Öffentlichkeit übergeben worden. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) nannte das Denkmal "eine Verbeugung vor den Opfern des Nationalsozialismus". Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) erklärte, mit dem Mahnmal werde eine Lücke in der deutschen Erinnerungskultur geschlossen.

Versuchter Angriff auf deutsche Gasversorgung: Razzia in Zusammenhang mit Gazprom

Wegen des Verdachts eines versuchten Angriffs auf die deutsche Gasversorgung hat die Bundesanwaltschaft am Mittwoch Räumlichkeiten in Berlin und Frankfurt am Main durchsuchen lassen. Dabei geht es nach Angaben der Karlsruher Behörde um Verkauf und Liquidierung der früheren Tochter des russischen Gazprom-Konzerns, Gazprom Germania, Ende März 2022. Die Firma hielt damals mindestens 25 Prozent der Erdgasspeicherkapazitäten in Deutschland vor.

Textgröße ändern: