Deutsche Tageszeitung - Niedersachsen: 16-jähriger Rollerfahrer verletzt bei Kontrolle zwei Polizisten

Niedersachsen: 16-jähriger Rollerfahrer verletzt bei Kontrolle zwei Polizisten


Niedersachsen: 16-jähriger Rollerfahrer verletzt bei Kontrolle zwei Polizisten
Niedersachsen: 16-jähriger Rollerfahrer verletzt bei Kontrolle zwei Polizisten / Foto: © AFP/Archiv

Ein 16-Jähriger hat bei einer Verkehrskontrolle in Niedersachsen zwei Polizisten verletzt. Einen Beamten fuhr der Jugendliche mit seinem Motorroller an, einem zweiten schleuderte er anschließend das Kleinkraftrad entgegen, wie die Polizei am Sonntag in Osnabrück mitteilte. Der Vorfall ereignete sich am Sonntag in Bramsche. Beide Beamte erlitten Blessuren, die kurz im Krankenhaus versorgt werden mussten. Sie sind vorerst dienstunfähig.

Textgröße ändern:

Die Einsatzkräfte wollten den Rollerfahrer demnach auf einem Parkplatz kontrollieren. Dieser ignorierte nach Polizeiangaben aber die Zeichen und fuhr einen Beamten an, woraufhin dieser zu Boden stürzte. Als sein Kollege zur Unterstützung dazu kam, warf ihm der Jugendliche das Moped entgegen. Trotz ihrer Verletzungen gelang es den beiden Beamten demnach, den Beschuldigten bis zum Eintreffen weiterer Kräfte festzuhalten.

Ermittlungen ergaben, dass der 16-Jährige keine Fahrerlaubnis hat und sein Roller außerdem nicht pflichtversichert ist. Er wird sich wegen mehrerer Delikte strafrechtlich verantworten müssen. Die beiden betroffenen Polizisten sind den Angaben zufolge 32 sowie 34 Jahre alt.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

Empfohlen

Millionenbetrug in Corona-Testzentrum: Mehrjährige Haftstrafen in Hannover

Wegen Millionenbetrugs mit Coronaschnelltests während der Pandemie hat das Landgericht Hannover zwei Angeklagte zu Haftstrafen von fünfeinhalb und sechs Jahren verurteilt. Nach Angaben eines Sprechers vom Mittwoch sah es die zuständige Kammer als erwiesen an, dass die beiden Beschuldigten ein Testzentrum in Hannover betrieben und dort zwischen Ende 2021 und Anfang 2023 massenhaft tatsächlich gar nicht erfolgte Tests abrechneten.

Versuchte Sabotage von deutscher Gasversorgung: Razzia in Zusammenhang mit Gazprom

Der Generalbundesanwalt untersucht den Verdacht, dass der Verkauf der Berliner Gazprom-Tochter 2022 die Gasversorgung in Deutschland sabotieren sollte. Am Mittwoch wurden nach Angaben der Karlsruher Behörde Räumlichkeiten in Berlin und Frankfurt am Main durchsucht. Ermittelt wird demnach wegen versuchter verfassungsfeindlicher Sabotage und der Beihilfe zu Verstößen gegen das Außenwirtschaftsgesetz.

Mahnmal für im Nationalsozialismus verfolgte Zeugen Jehovas eingeweiht

Im Berliner Tiergarten ist am Mittwoch das Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas der Öffentlichkeit übergeben worden. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) nannte das Denkmal "eine Verbeugung vor den Opfern des Nationalsozialismus". Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) erklärte, mit dem Mahnmal werde eine Lücke in der deutschen Erinnerungskultur geschlossen.

Versuchter Angriff auf deutsche Gasversorgung: Razzia in Zusammenhang mit Gazprom

Wegen des Verdachts eines versuchten Angriffs auf die deutsche Gasversorgung hat die Bundesanwaltschaft am Mittwoch Räumlichkeiten in Berlin und Frankfurt am Main durchsuchen lassen. Dabei geht es nach Angaben der Karlsruher Behörde um Verkauf und Liquidierung der früheren Tochter des russischen Gazprom-Konzerns, Gazprom Germania, Ende März 2022. Die Firma hielt damals mindestens 25 Prozent der Erdgasspeicherkapazitäten in Deutschland vor.

Textgröße ändern: