Deutsche Tageszeitung - Tödlicher Unfall bei Orban-Eskorte: Bewährungsstrafe für Autofahrerin

Tödlicher Unfall bei Orban-Eskorte: Bewährungsstrafe für Autofahrerin


Tödlicher Unfall bei Orban-Eskorte: Bewährungsstrafe für Autofahrerin
Tödlicher Unfall bei Orban-Eskorte: Bewährungsstrafe für Autofahrerin / Foto: © AFP/Archiv

Im Prozess um einen tödlichen Verkehrsunfall bei einer Polizeieskorte für den ungarischen Regierungschef Viktor Orban in Stuttgart ist die Angeklagte zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht setzte die Bewährungszeit bei der Urteilsverkündung am Montag auf zwei Jahre fest, wie ein Sprecher mitteilte. Verurteilt wurde die Frau wegen fahrlässiger Tötung in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung.

Textgröße ändern:

Bei dem Unfall im Juni 2024 starb ein 61-jähriger Polizist, ein weiterer Beamter im Alter von 27 Jahren wurde schwer verletzt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die damals 70-Jährige trotz vorübergehender Absperrmaßnahmen eine Kreuzung befahren und dabei ein Polizeimotorrad gerammt hatte. Dessen 61-jähriger Fahrer wurde durch die Wucht des Aufpralls über die Motorhaube geschleudert und tödlich verletzt.

Seine Maschine stieß anschließend gegen das stadtauswärts fahrende Motorrad eines anderen Beamten, der auf die Fahrbahn geschleudert und schwer verletzt wurde. Orban war in Begleitung der Polizeieskorte unterwegs von der Stuttgarter Innenstadt in Richtung Stuttgarter Flughafen.

Der Angeklagten wurde mit dem Urteil auferlegt, an die Witwe des Verstorbenen sowie an den verletzten Beamten jeweils 2500 Euro zu zahlen. Außerdem wurde der Angeklagten die Fahrerlaubnis entzogen, diese kann frühestens nach sieben Monaten wieder erteilt werden. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Todesstrafe-Gesetz: Grünen-Chefin fordert Sanktionen gegen israelische Minister

Wegen der vom israelischen Parlament beschlossenen Einführung der Todesstrafe für wegen Terrorismusvorwürfen verurteilte Palästinenser hat Grünen-Ko-Chefin Franziska Brantner Sanktionen gegen die israelischen Minister Itamar Ben-Gvir und Bezalel Smotrich gefordert. "Die Bundesregierung darf nicht länger wegschauen, sondern muss handeln", sagte Brantner dem "Spiegel" laut einer Vorabmeldung vom Dienstag. Auch in der Linkspartei sorgt die Entscheidung aus Israel für Empörung.

"Wie ein Bergwerk": Spanische Polizei entdeckt Tunnelsystem zum Drogenschmuggel

Die spanische Polizei hat ein ausgeklügeltes unterirdisches Tunnelsystem zum Drogenschmuggel nach Europa entdeckt. Wie das Innenministerium in Madrid am Dienstag mitteilte, verband das aus drei Ebenen bestehende und bis zu 19 Meter unter die Erde reichende Tunnelnetzwerk Marokko mit der spanischen Exklave Ceuta und diente dem illegalen Transport von Haschisch nach Spanien und in weitere europäische Länder. Es handele sich um ein "Labyrinth wie in einem Bergwerk".

Über vier Dollar pro Gallone: US-Benzinpreise auf höchstem Stand seit 2022

Im Iran-Krieg sind die Treibstoffpreise in den USA auf den höchsten Stand seit fast vier Jahren gestiegen. Der durchschnittliche Benzinpreis stieg am Dienstag auf mehr als vier Dollar pro Gallone (rund 3,785 Liter), wie der Automobilclub AAA mitteilte. Die Ölpreise verharrten derweil über der 100-Dollar-Marke.

Menschenrechtsgericht verurteilt Russland wegen Haft für Kritiker

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat Russland wegen der mehr als ein Jahr dauernden Untersuchungshaft für einen regierungskritischen russischen Historiker verurteilt. Russland habe zudem das Recht von Juri Dmitrijew auf ein faires Verfahren verletzt, urteilten die Straßburger Richter am Dienstag. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte in Moskau, Russland erkenne das Urteil nicht an.

Textgröße ändern: