Deutsche Tageszeitung - Trio soll für Russland spioniert haben: Prozess in Frankfurt am Main begonnen

Trio soll für Russland spioniert haben: Prozess in Frankfurt am Main begonnen


Trio soll für Russland spioniert haben: Prozess in Frankfurt am Main begonnen
Trio soll für Russland spioniert haben: Prozess in Frankfurt am Main begonnen / Foto: © AFP/Archiv

Vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat am Dienstag ein Prozess gegen drei Männer begonnen, die für Russland spioniert haben sollen. Angeklagt sind sie, weil sie in einem besonders schweren Fall für einen ausländischen Geheimdienst tätig gewesen sein sollen. Sie haben Staatsangehörigkeiten aus der Ukraine, Armenien und Russland.

Textgröße ändern:

Der aus Armenien stammende Angeklagte soll im Mai 2024 von einem russischen Geheimdienst den Auftrag erhalten haben, einen in Deutschland lebenden Mann auszuspähen. Dieser habe nach Beginn des russischen Angriffskriegs für die Ukraine gekämpft. Russland habe ihm die Beteiligung an Kriegsverbrechen vorgeworfen. Für den Auftrag habe der Angeklagte die beiden Mitangeklagten angeworben.

Der aus Georgien stammende ausgespähte Mann sei im Juni 2024 unter einem Vorwand in ein Café nach Frankfurt gelockt worden. Dort sollten die Angeklagten nähere Informationen über ihn gewinnen. Da sich das Opfer zuvor aber an die deutsche Polizei wandte, sei es zu keinem Treffen gekommen.

Laut Anklage sollte das Ausspähen vermutlich zur Vorbereitung weiterer Geheimdienstaktionen in Deutschland dienen, möglicherweise bis hin zur Tötung des ausgespähten Manns. Die Angeklagten wurden im Juni 2024 festgenommen und sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Der Senat setzte Verhandlungstermine bis in den Frühling an.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

Mindestens 38 Tote bei schwerem Erdbeben in Indonesien

Ein schweres Erdbeben hat die zu Indonesien gehörende Flores-Insel erschüttert und mindestens 38 Menschen in den Trümmern getötet. Mindestens 13 weitere seien verletzt worden, zwei von ihnen hätten schwere Verletzungen davongetragen, sagte der Leiter der Nationalen Katastrophenschutzbehörde, Suharyanto, bei einer Pressekonferenz am Samstag. Rund 2000 Menschen hätten sich aus eigener Initiative in Sicherheit gebracht. Die Behörden lösten nach dem Erdstoß der Stärke 7,7 Tsunami-Alarm aus, hoben die Warnung später aber wieder auf.

Merz telefoniert mit Landrat von Waldbrandgebiet in NRW

Angesichts des anhaltenden Waldbrands in Nordrhein-Westfalen hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) über die aktuelle Lage informiert. In einem Telefonat habe der Dürener Landrat Ralf Nolten den Bundeskanzler am Samstagmorgen über den Stand in den Brandgebieten unterrichtet, teilte der Landkreis mit. Merz habe sich in dem Gespräch "ausdrücklich bei allen Helferinnen und Helfern bedankt".

Großer Waldbrand in Nordrhein-Westfalen hat sich über Nacht nicht ausgebreitet

Der große Waldbrand bei Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen hat sich nach Behördenangaben in der Nacht zum Samstag nicht weiter ausgebreitet. Insgesamt kämpften 1400 Einsatzkräfte unter anderem mit Hilfe von Löschhubschraubern gegen den bislang größten und folgenschwersten Waldbrand des Sommers in Deutschland, wie der Landkreis Düren mitteilte. Der in der Nacht zum Freitag geräumte Ortsteil Gey bleibe vorerst aus Sicherheitsgründen evakuiert.

Rettungsdienste: Zahl der Todesopfer bei Erdbeben in Indonesien steigt auf 20

Die Zahl der Todesopfer bei einem schweren Erdbeben vor der zu Indonesien gehörenden Flores-Insel ist Rettungsdiensten zufolge auf mindestens 20 angestiegen. "Den Berichten zufolge, die wir erhalten haben, sind 20 Menschen gestorben, sechs weitere wurden verletzt und zwei weitere sind noch verschüttet", sagte Fathur Rahman von der Such- und Rettungsbehörde der Stadt Maumere am Samstag der Nachrichtenagentur AFP.

Textgröße ändern: