Deutsche Tageszeitung - Mehrere Festnahmen bei Durchsuchungen wegen Schwarzarbeit in Logistikbranche

Mehrere Festnahmen bei Durchsuchungen wegen Schwarzarbeit in Logistikbranche


Mehrere Festnahmen bei Durchsuchungen wegen Schwarzarbeit in Logistikbranche
Mehrere Festnahmen bei Durchsuchungen wegen Schwarzarbeit in Logistikbranche / Foto: © AFP/Archiv

Bei Durchsuchungen gegen Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung in der Lager- und Logistikbranche haben Ermittler acht Menschen vorläufig festgenommen. Als hauptverdächtig gilt ein 50-Jähriger, wie das Hauptzollamt im hessischen Darmstadt am Dienstag mitteilte. Er soll ein Firmengeflecht geleitet haben. Sein Unternehmen soll Logistikleistungen bei Unternehmen im Bereich der Cargofracht erbracht haben.

Textgröße ändern:

Offiziell als Minijobber angemeldete Beschäftigte soll er nahezu in Vollzeit eingesetzt haben. Den offiziellen Lohn habe der 50-Jährige auf die Bankkonten der Arbeitnehmer überwiesen, den Rest habe er ihnen bar gegeben.

Die Ermittlungen waren durch anonyme Anzeigen ins Rollen gekommen. Diese lieferten Hinweise auf systematische Verstöße gegen das Steuerrecht. Zwischen November 2018 und Anfang 2025 soll das Unternehmen rund 73 Millionen Euro an Einnahmen erzielt haben.

Rund 17 Millionen Euro seien auf Abdeckrechnungen entfallen, um Bargeld für Schwarzlohnzahlungen zu generieren. Den Behörden sei ein Schaden von mehr als sieben Millionen Euro entstanden.

In dem Komplex wird auch gegen mehrere Familienmitglieder des 50-Jährigen ermittelt. Sie sollen sich als Bande zusammengeschlossen und vier weitere Firmen betrieben haben, zwischen deren Konten Geld verschoben worden sein soll.

Bei dem Einsatz am Dienstag wurden mehrere Objekte in Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen durchsucht. Gegen drei der acht vorläufig Festgenommenen lagen Haftbefehle vor.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Prozess um bei Kontrolle zu Tode geprügelten Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz begonnen

Vor dem Landgericht im rheinland-pfälzischen Zweibrücken hat am Mittwoch der Prozess um eine tödliche Attacke auf einen Zugbegleiter begonnen. Angeklagt ist ein zum Tatzeitpunkt 26-Jähriger wegen Körperverletzung mit Todesfolge.

Prozess um bei Kontrolle zu Tode geprügelten Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz beginnt

Mehr als vier Monate nach der tödlichen Attacke auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz beginnt am Mittwoch (09.00 Uhr) der Prozess vor dem Landgericht Zweibrücken. Angeklagt ist ein zum Tatzeitpunkt 26-Jähriger wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Er wird beschuldigt, den Zugbegleiter Anfang Februar bei einer Kontrolle so heftig gegen den Kopf geschlagen zu haben, dass dieser das Bewusstsein verlor.

Haftstrafe wegen Veruntreuung für Ex-Mann von Schottlands früherer Regierungschefin Sturgeon

Der Ex-Mann von Schottlands ehemaliger Regierungschefin Nicola Sturgeon und frühere Chef der Regierungspartei SNP, Peter Murrell, ist am Dienstag wegen der Veruntreuung von Parteifinanzen zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Murrell hatte sich im vergangenen Monat schuldig bekannt, mehr als 400.000 Pfund (rund 464.000 Euro) der SNP veruntreut zu haben.

Polizist stirbt bei Fahrsicherheitstraining auf dem Hockenheimring

Bei einem dienstlichen Fahrsicherheitstraining auf dem Hockenheimring ist ein Polizist tödlich verunglückt. Der 53 Jahre alte Mann sei am Montagabend mit seinem Dienstmotorrad aus noch unklarer Ursache in einer Rechtskurve von der Fahrbahn abgekommen, teilte die Polizei am Dienstag im baden-württembergischen Aalen mit. Er sei dann mit einer Reifenwand kollidiert. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen sei der Polizeibeamte noch vor Ort verstorben.

Textgröße ändern: