Deutsche Tageszeitung - Amnesty wirft Hamas Verbrechen gegen die Menschlichkeit seit dem 7. Oktober vor

Amnesty wirft Hamas Verbrechen gegen die Menschlichkeit seit dem 7. Oktober vor


Amnesty wirft Hamas Verbrechen gegen die Menschlichkeit seit dem 7. Oktober vor
Amnesty wirft Hamas Verbrechen gegen die Menschlichkeit seit dem 7. Oktober vor / Foto: © AFP/Archiv

Amnesty International hat der radikalislamischen Hamas und anderen militanten Palästinensergruppen erstmals Verbrechen gegen die Menschlichkeit während und seit dem 7. Oktober 2023 vorgeworfen. "Bewaffnete palästinensische Gruppen haben während ihrer Angriffe im Süden Israels, die am 7. Oktober 2023 begannen, Verstöße gegen das Völkerrecht, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen", erklärte die Menschenrechtsorganisation am Donnerstag in einem Bericht.

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Amnesty hatte der Hamas schon zuvor Kriegsverbrechen vorgeworfen. Nun erklärte die Organisation, die Hamas und ihre Verbündeten hätten während ihres Angriffs auf den Süden Israels am 7. Oktober 2023 und anschließend gegen Geiseln im Gazastreifen auch Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen, etwa indem sie "Geiseln festgehalten und misshandelt und Leichen zurückgehalten" hätten.

Amnesty wirft der Hamas eine Reihe von Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor: Mord, "körperliche Zerstörung", Freiheitsentzug, Folter, Verschwindenlassen, Vergewaltigung und "andere Formen sexualisierter Gewalt". Dem Bericht zufolge waren die Hamas und ihr bewaffneter Arm, die Essedin-al-Kassam-Brigaden, "hauptverantwortlich" für diese Verbrechen.

Israels "erschreckende Bilanz an Verstößen gegen die Rechte der Palästinenser" könne "in keiner Weise als Entschuldigung für diese Verbrechen dienen und entbindet die bewaffneten palästinensischen Gruppen auch nicht von ihren Verpflichtungen unter dem Völkerrecht", betonte Amnesty. Die Menschenrechtsorganisation hatte Israel im Dezember 2024 vorgeworfen, einen "Völkermord" an den Palästinensern im Gazastreifen zu begehen und wiederholte diesen Vorwurf im vergangenen Monat.

Der Krieg im Gazastreifen war durch den Hamas-Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden. Kämpfer der radikalislamischen Hamas und verbündeter Milizen töteten dabei nach israelischen Angaben 1221 Menschen. 251 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Israel startete daraufhin eine Offensive im Gazastreifen. In den zwei sich anschließenden Kriegsjahren wurden nach Angaben der Hamas-Behörden im Gazastreifen mehr als 70.300 Menschen getötet.

(P.Hansen--DTZ)

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