Deutsche Tageszeitung - Bericht: Missbrauchsopfer erhält von Erzbistum Köln 360.000 Euro

Bericht: Missbrauchsopfer erhält von Erzbistum Köln 360.000 Euro


Bericht: Missbrauchsopfer erhält von Erzbistum Köln 360.000 Euro
Bericht: Missbrauchsopfer erhält von Erzbistum Köln 360.000 Euro / Foto: © AFP/Archiv

Ein Missbrauchsopfer hat einem Bericht zufolge vom Erzbistum Köln 360.000 Euro als freiwillige Anerkennungsleistung bekommen. Dabei handle es sich um die zweithöchste Summe, die Bistümer in Nordrhein-Westfalen bislang je gezahlt hätten, berichteten der "Kölner Stadt-Anzeiger" und der Westdeutsche Rundfunk am Donnerstag gemeinsam. Nur in Münster habe ein Opfer bislang mehr bekommen.

Textgröße ändern:

Die Zahlung aus Köln ging dem Bericht zufolge an eine 59 Jahre alte Frau. Sie war Pflegetochter eines früheren Priesters und wurde als Minderjährige in den 80er Jahren von ihm über Jahre hinweg schwer missbraucht. Zweimal wurde sie schwanger. In einem Fall ließ der Mann eine Abtreibung vornehmen, ohne dass der Frau das klar war. 2022 wurde er zu zwölf Jahren Haft verurteilt.

Vor rund zwei Wochen wurden der Frau laut Bericht 290.000 Euro gezahlt. Die restlichen 70.000 Euro hatte sie bereits vor zwei Jahren in einem ersten Verfahren erhalten. Für die freiwilligen kirchlichen Zahlungen ist die Unabhängige Kommission für Anerkennungsleistungen zuständig. Sie existiert seit 2021. Laut Vorgaben der Bischofskonferenz soll sie sich bei den freiwilligen Leistungen "am oberen Rand" der Schmerzensgeldurteile deutscher Gerichte orientieren.

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

Über vier Dollar pro Gallone: US-Benzinpreise auf höchstem Stand seit 2022

Im Iran-Krieg sind die Treibstoffpreise in den USA auf den höchsten Stand seit fast vier Jahren gestiegen. Der durchschnittliche Benzinpreis stieg am Dienstag auf mehr als vier Dollar pro Gallone (rund 3,785 Liter), wie der Automobilclub AAA mitteilte. Die Ölpreise verharrten derweil über der 100-Dollar-Marke.

Menschenrechtsgericht verurteilt Russland wegen Haft für Kritiker

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat Russland wegen der mehr als ein Jahr dauernden Untersuchungshaft für einen regierungskritischen russischen Historiker verurteilt. Russland habe zudem das Recht von Juri Dmitrijew auf ein faires Verfahren verletzt, urteilten die Straßburger Richter am Dienstag. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte in Moskau, Russland erkenne das Urteil nicht an.

Diebe stehlen fast zehn Tonnen Schokolade und Gebäck in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen haben Diebe mehrere tausend Kilo Schokolade und Gebäck gestohlen. Die unbekannten Täter sollen am Freitag einen mit fast zehn Tonnen der süßen Waren beladenen Sattelauflieger von einem Firmengelände in Ladbergen im Kreis Steinfurt gestohlen haben, teilte die Polizei am Dienstag mit. Am Samstag sei der Auflieger ganz in der Nähe aufgrund der GPS-Daten wiedergefunden worden - allerdings war er leergeräumt.

Urteil: Familie erhält Schadenersatz für bei Flug beschädigten Kinderwagen

Gehen bei einem Flug Gepäckstücke verloren und werden beschädigt, hat eine Familie aus Rheinland-Pfalz Anspruch auf Schadenersatz. Der Reiseveranstalter muss in dem Fall nicht nur für beschädigte und verschwundene Gepäckstücke aufkommen, sondern auch einen Teil des Reisepreises zurückzahlen, wie das Landgericht Frankenthal am Dienstag mitteilte. Die Familie erhält 5000 Euro zurück. (Az.: 7 O 321/25).

Textgröße ändern: