Deutsche Tageszeitung - Verurteilungen in Deutschland: Mehr Verkehrsdelikte - weniger Cannabisfälle

Verurteilungen in Deutschland: Mehr Verkehrsdelikte - weniger Cannabisfälle


Verurteilungen in Deutschland: Mehr Verkehrsdelikte - weniger Cannabisfälle
Verurteilungen in Deutschland: Mehr Verkehrsdelikte - weniger Cannabisfälle / Foto: © AFP/Archiv

Im vergangenen Jahr sind rund 632.100 Menschen von deutschen Gerichten wegen Gesetzesverstößen rechtskräftig verurteilt worden. Das waren etwa 24.800 oder vier Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Während mehr Verkehrsdelikte geahndet wurden, landeten aufgrund einer Gesetzesänderung weniger Cannabisfälle vor Gericht.

Textgröße ändern:

Die Zahl der Verurteilungen wegen Verkehrsdelikten lag mit rund 55.200 um 0,4 Prozent leicht über dem Vorjahr. Die Verurteilungen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz nahmen hingegen um rund 21.200 beziehungsweise 37 Prozent ab und lagen im vergangenen Jahr bei rund 36.400. Der starke Rückgang zwischen 2023 und 2024 war auf die gesetzliche Teillegalisierung des Besitzes und Anbaus von Cannabis zurückzuführen.

In den meisten Fällen wurden Menschen zu Geldstrafen verurteilt. Dies war mit rund 506.500 beziehungsweise 80 Prozent aller Verurteilungen die häufigste Sanktionsart. Auf Freiheitsstrafe entschieden die Gerichte bei rund 85.700 Angeklagten und damit in 14 Prozent aller Verurteilungen. Bei den übrigen rund 39.900 Verurteilungen (sechs Prozent) wandten die Richter Jugendstrafrecht an. Die Zahlen stammen aus der gerichtlichen Strafverfolgungsstatistik.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Trump ruft im Streit um Ballsaal-Projekt den Obersten Gerichtshof an

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat im Streit um den Baustopp für einen neuen Ballsaal und einen Bunker am Weißen Haus den Supreme Court angerufen. Regierungsanwalt John Sauer beantragte am Freitag beim Obersten Gericht, die Fertigstellung des Projekts zu erlauben. Der gesamte Gebäudekomplex sei für die nationale Sicherheit "dringend erforderlich", erklärte er.

Toter bei Waldbrand in Kroatien - Hunderte Menschen in Griechenland evakuiert

Nach dem verheerenden Waldbrand an Kroatiens Adriaküste hat die Polizei in dem ausgebrannten Gebiet eine Leiche gefunden. Mindestens 40 weitere Menschen wurden nach offiziellen Angaben verletzt und mehr als 2000 Einheimische und Touristen evakuiert, wie die Behörden am Freitag mitteilten. In Griechenland mussten fast 500 Urlauber in der Ferienregion Chalkidiki über das Meer vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden.

Großer Waldbrand in Nordrhein-Westfalen: Fast 2000 Menschen fliehen vor Flammen

Fast 2000 Menschen evakuiert, hunderte Helfer am Boden und mehrere Löschhubschrauber in der Luft: Bei Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen haben die Einsatzkräfte den ganzen Freitag gegen den bislang größten und folgenschwersten Waldbrand des Sommers in Deutschland gekämpft. Die Flammen dehnten sich nach Behördenangaben bis auf 300 Hektar aus und bedrohten weiter den in der Nacht zu Freitag geräumten Ortsteil Gey.

Brände in Ferienregionen in Kroatien und Griechenland: Mehr als 2000 Menschen evakuiert

In Kroatien und Griechenland haben Waldbrände hunderte Touristen in die Flucht getrieben. An der kroatischen Adriaküste mussten insgesamt mehr als 2000 Menschen vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden, wie die Behörden am Freitag mitteilten. Mindestens 40 Menschen wurden verletzt, im Ferienort Lokva Rogoznica gingen Häuser in Flammen auf. In Griechenland mussten in der Urlaubsregion Chalkidiki fast 500 Touristen in einer dramatischen Rettungsaktion über das Meer evakuiert werden.

Textgröße ändern: