Deutsche Tageszeitung - Absperrungen ignoriert: Autofahrerin in Brandenburg von Güterzug erfasst und getötet

Absperrungen ignoriert: Autofahrerin in Brandenburg von Güterzug erfasst und getötet


Absperrungen ignoriert: Autofahrerin in Brandenburg von Güterzug erfasst und getötet
Absperrungen ignoriert: Autofahrerin in Brandenburg von Güterzug erfasst und getötet / Foto: © AFP/Archiv

In Brandenburg an der Havel ist eine Autofahrerin von einem Güterzug erfasst und getötet worden. Die 71-Jährige überquerte den eigentlich gesperrten Bahnübergang in der Nacht zum Montag, wie die Polizei in der brandenburgischen Stadt mitteilte. Der Güterzug erfasste ihr Fahrzeug und schleifte es hunderte Meter mit, bevor er zum Stehen kam.

Textgröße ändern:

Laut Polizei war die Frau zuvor verbotenerweise über einen Grünstreifen in eine Baustelle gefahren. Dann umfuhr sie die Halbschranken und gelangte auf den Bahnübergang. Genau in diesem Moment fuhr der Güterzug heran.

Rettungskräfte versuchten noch, der eingeklemmten Autofahrerin zu helfen. Doch es kam jede Hilfe zu spät, sie starb am Unfallort. Der 36 Jahre alte Lokführer und sein 34-jähriger Mitfahrer erlitten einen Schock und mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

Die Bergung des Fahrzeugs gestaltete sich laut Polizei kompliziert. Erst nach mehr als sieben Stunden konnte es mit einem Kran von der Lok gelöst werden. Der Sachschaden wurde auf rund hunderttausend Euro geschätzt. Es kam zu Einschränkungen im Bahnverkehr.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Prozess um bei Kontrolle zu Tode geprügelten Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz beginnt

Mehr als vier Monate nach der tödlichen Attacke auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz beginnt am Mittwoch (09.00 Uhr) der Prozess vor dem Landgericht Zweibrücken. Angeklagt ist ein zum Tatzeitpunkt 26-Jähriger wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Er wird beschuldigt, den Zugbegleiter Anfang Februar bei einer Kontrolle so heftig gegen den Kopf geschlagen zu haben, dass dieser das Bewusstsein verlor.

Haftstrafe wegen Veruntreuung für Ex-Mann von Schottlands früherer Regierungschefin Sturgeon

Der Ex-Mann von Schottlands ehemaliger Regierungschefin Nicola Sturgeon und frühere Chef der Regierungspartei SNP, Peter Murrell, ist am Dienstag wegen der Veruntreuung von Parteifinanzen zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Murrell hatte sich im vergangenen Monat schuldig bekannt, mehr als 400.000 Pfund (rund 464.000 Euro) der SNP veruntreut zu haben.

Polizist stirbt bei Fahrsicherheitstraining auf dem Hockenheimring

Bei einem dienstlichen Fahrsicherheitstraining auf dem Hockenheimring ist ein Polizist tödlich verunglückt. Der 53 Jahre alte Mann sei am Montagabend mit seinem Dienstmotorrad aus noch unklarer Ursache in einer Rechtskurve von der Fahrbahn abgekommen, teilte die Polizei am Dienstag im baden-württembergischen Aalen mit. Er sei dann mit einer Reifenwand kollidiert. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen sei der Polizeibeamte noch vor Ort verstorben.

ARD und ZDF streiten vor Verfassungsgericht für höheren Rundfunkbeitrag

Der Dauerstreit über den Rundfunkbeitrag ist am Dienstag vor dem Bundesverfassungsgericht ausgetragen worden. Karlsruhe verhandelte über Beschwerden von ARD und ZDF. Sie wehren sich dagegen, dass der Beitrag 2025 nicht erhöht wurde - anders als es die unabhängige Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) empfohlen hatte. Das verstoße gegen die Rundfunkfreiheit, argumentieren sie. Die Sender hoffen, dass das Gericht nachträglich eine Beitragssteigerung anordnet. (Az. 1 BvR 2524/24 und 1 BvR 2525/24)

Textgröße ändern: